Große Freude herrscht an der Weiherdammschule in Blumberg: Das Projekt „Vom Gemüsebeet in die Schulküche“ sichert der Schule beim landesweiten Wettbewerb der Unfallkasse den Hauptpreis.

Bereich Umwelt und Ernährung

Die Unfallkasse Baden-Württemberg (UKBW) hat auch in diesem Jahr gemeinsam mit dem Kultus- und Innenministerium des Landes wieder einen „Tag der Schülersicherheit“ ausgerufen, der mit einem Wettbewerb verbunden war, an dem landesweit alle teilnehmen konnten. 44 Schulen reichten ihre Beiträge ein, deren Themen von Gewaltprävention, Sucht und Depression über den Umgang mit digitalen Medien, gesunde Ernährung, Bewegung und Fitness bis hin zu Verkehrssicherheit reichten. Die Weiherdammschule ging dabei im Bereich Umwelt und Ernährung mit ihrem Projekt „Vom Gemüsebeet in die Schulküche“ ins Rennen und konnte die Jury überzeugen.

Bei Wind und Wetter kümmern sich die Schüler voller Elan und Tatendrang um ihren großen Gemüsegarten, aus dem in der Schulküche leckere Speisen für die gesamte Schule zubereitet werden.
Bei Wind und Wetter kümmern sich die Schüler voller Elan und Tatendrang um ihren großen Gemüsegarten, aus dem in der Schulküche leckere Speisen für die gesamte Schule zubereitet werden. | Bild: Timo Link Weiherdammschule

Das Projekt selbst ist dabei gar nicht neu und aufgrund des Wettbewerbs ins Leben gerufen worden, denn bereits seit 2015 betreibt die Weiherdammschule einen großen Schulgarten mit Gemüsebeeten und Kartoffelacker. Im Rahmen des Wettbewerbs hat sich jedoch ein Team aus Lehrern und FSJ-Kräften, allen voran FSJlerin Laura Crispi, der Aufgabe angenommen, dieses Vorbildprojekt mit seinen fächer- und kompetenzübergreifenden Aufgaben und Lernbereichen ausführlich zu Papier zu bringen.

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Bereits im Werkunterricht beschäftigen sich die Schüler mit der Planung und dem Bau der Hochbeete, bevor es mit der Auswahl der Obst- und Gemüsesorten, angepasst an die Wetterverhältnisse, Bodenbeschaffenheit und den passenden Standort im Sachunterricht weitergeht. Bei der Zubereitung der selbst angepflanzten Lebensmittel arbeiten die Schüler im Fach Hauswirtschaft schließlich mit der Schulköchin zusammen, um für alle Schüler und Lehrkräfte ein gemeinsames Mittagessen zuzubereiten. Dies erfolgt dreimal pro Woche von Dienstag bis Donnerstag im Rahmen des Ganztagsangebots, wobei Schüler der Klassenstufen drei bis neun beim Kochen beteiligt sind.

Abwechslungsreiches Speiseangebot

Besonderen Wert wird auf ein abwechslungsreiches Speisenangebot gelegt, das zweimal pro Woche auch vegetarisch ist. Neben dem gemeinsamen Mittagessen gibt es auch ein Schulfrüchtemüsli sowie einen gesunden Pausensnack. Somit wird sichergestellt, dass sich die Schüler mit den stets frisch zubereiteten Mahlzeiten gesund und ausgewogen ernähren und die empfohlene Tagesration an Obst und Gemüse zu sich nehmen. Unterstützt wird die Schule durch regionale Lieferanten, mit denen eine Kooperation zur Lieferung der benötigten Lebensmittel, zum Teil in Bio-Qualität, besteht, sowie einige Ehrenamtliche, die den Schülern etwa beim Abwasch helfen.

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Groß war die Überraschung bei Rektor Timo Link und seinem Team, dass die Weiherdammschule in der Kategorie „Gesunde Ernährung, Bewegung und Fitness“ sogar den Hauptpreis einheimsen konnte, doch die Freude darüber natürlich ebenso. Timo Link lobt das Projekt als rundum gelungene Sache, die sich bestens etabliert und bewährt hat und dankt allen Beteiligten für ihren Einsatz, allen voran FSJ-lerin Laura Crispi, die das Projekt für den Wettbewerb in freiwilliger Zusatzarbeit ausführlich beschrieben und mit Bildmaterial dokumentiert hat.

Rektor Timo Link lobt FSJ-lerin

„Ohne die Arbeit durch unsere FSJ-lerin Laura Crispi wäre eine Teilnahme am Projekt mit diesem tollen Erfolgsergebnis nicht möglich gewesen.“ Die Weiherdammschule bietet jungen motivierten Schulabgängern mit Interesse an der Kinder- und Jugendarbeit immer wieder die Möglichkeit, im Rahmen eines FSJs in die sonderpädagogische Arbeit hinein zu schnuppern, das Schulleben durch eigene Ideen und Projekte aktiv mitzugestalten und dabei auch die eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Zum nächsten Schuljahresbeginn ist wieder eine Stelle frei.

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Das Vorbild-Projekt, das andere Schulen zum Nachahmen animieren soll, überzeugte die Jury vor allem durch seine Nachhaltigkeit, den praktischen Nutzen sowie die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten, die für ein positives Schulklima sorgt. „Die in diesem Jahr prämierten Projekte zeichnen sich vor allem durch Kreativität, Nachhaltigkeit, Übertragbarkeit auf andere Schulen, praktischen Nutzen und den Einbezug verschiedener Beteiligter aus“, lobt UKBW-Geschäftsführer Siegfried Tretter den Ideenreichtum der Projekte. Der mit 2000 Euro dotierte Preis wird für die Fortführung des Projekts verwendet, etwa das Bezahlen des Landwirts, der den Acker pflügt, den Kauf von neuem Saatgut und neuen Pflanzen, aber auch das Bezuschussen des Essens für Kinder im Bedarfsfall.