Blumberg – Bürgerinnen und Bürger, die gegen die geplante Erweiterung des Blumberger Flugplatzes Einwendungen erhoben haben, müssen keine Gebühr bezahlen. Das geht aus einem Email-Schriftwechsel von Stefan und Monika Sosinski aus Zollhaus mit dem zuständigen Regierungspräsidium Stuttgart hervor, der dem SÜDKURIER vorliegt.

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Nach dem öffentlich bekannt gemachten Antrag des Luftsportvereins Blumberg im städtischen Mitteilungsblatt vom 23. Juli hatte das Ehepaar Sosinski am 6. August Einwendungen gegen dieses Vorhaben erhoben. Das Ehepaar befürchtete wie 80 weitere Einwender mehr Lärm für den benachbarten Ortsteil Zollhaus. Der Luftsportverein hatte beantragt, die Flugzeugkategorien um gewichtskraftgesteuerte Ultraleichtflugzeuge, ultraleichte Tragschrauber und ultraleichte Hubschrauber zu ergänzen.

Ein Stadtrat befürchtete Kosten für Einwender

Die Einwendungen gingen über die Stadt Blumberg an das Regierungspräsidium Stuttgart. Zu den Einwendern gehörten auch Mitglieder der Blumberger FDP, unter ihnen Stadtrat Werner Waimer. Im Gemeinderat am 29. September äußerte Stadtrat Waimer die Befürchtung, die Einwendungen könnten womöglich kostenpflichtig zurückgewiesen werden und verwies dabei auf die Erfahrungen von Windkraftgegnern beim geplanten Windpark Länge. Nach einem Online-Bericht des SÜDKURIER am 12. Oktober wurden Stefan und Monika Sosinski stutzig und fragten beim Regierungspräsidium, ob die Aussage stimme.

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Die Antwort des Sachbearbeiters lautet, dass im Zusammenhang mit Einwendungen gegen ein Vorhaben „Ihrerseits keine Kosten/Gebühren entstehen.“ Das Regierungspräsidium gebe die Einwendungen anonymisiert an den Luftsportverein zur Stellungnahme weiter und nach dessen Stellungnahme erfolge dann eine Abwägung und die Entscheidung.

Für diese Entscheidung werde eine Gebühr fällig, die der Verein als Antragsteller zu tragen habe. Kosten für Kritiker könnten erst in einem eventuellem Klageverfahren entstehen.

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