Die Blumberger Realschule meldet ihre ersten beiden Corona-Fälle. In der Klassenstufe sechs wurde ein Schüler positiv getestet, ebenso ein Zehntklässler. In beiden Fällen seien die Tests von den Familien aus erfolgt, weil es im privaten Bereich entsprechende Kontakte mit positiv Getesteten gegeben hatte, sagte Realschulrektor Sven Dorn und Konrektorin Anne Maier am Freitag im persönlichen Gespräch mit dem SÜDKURIER.

Ohne Maske geht nichts mehr: Realschulrektor Sven Dorn hat auf seinem Schreibtisch viel Arbeit.
Ohne Maske geht nichts mehr: Realschulrektor Sven Dorn hat auf seinem Schreibtisch viel Arbeit. | Bild: Lutz, Bernhard

Gesundheitsamt informiert

Die Behörden wie das Gesundheitsamt im Schwarzwald-Bar-Kreis und das Staatliche Schulamt sowie die Eltern sind informiert. Der Rektor und die Konrektorin wirken gefasst, das zeigt sich während des gesamten halbstündigen Gesprächs. „Wir waren vorbereitet“, betont Rektor Sven Dorn, Anne Maier führt aus „die Klassenlisten sind vorbereitet, die Elternbriefe sind vorbereitet.“ Die Klassenlisten habe bereits unmittelbar nach Bekanntwerden das Gesundheitsamt erhalten, das auch die entsprechenden Vorgaben machte.

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So müssen alle 31 Schüler der betroffenen sechste Klasse in Quarantäne, aber nur, „weil die Klasse noch Sportunterricht hatte und die Schüler die Masken dabei abnehmen dürfen“, betont der Schulleiter. Aus der Klasse 10 müsse nur der betroffene Schüler in Quarantäne, weil die Schüler jetzt auch im Unterricht alle durchgehend die Maske tragen müssen, verdeutlicht der Rektor.

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Die Ganztagsbetreuung, die der Schüler nutzt, sei davon nicht so stark betroffen, hieß es vom Schulleitungsteam der Grund- und Werkrealschule Eichberg. Da in der an der Werkrealschule angesiedelten Ganztagsbetreuung für die weiterführenden Schulen überall Masken getragen müssen, habe das Gesundheitsamt die dort erfolgten Kontakte als Zweitkontakte eingestuft, sagte Felix Taubenmann vom Schulleitungsteam. Das bedeutet, die dort betreuten Schüler, die mit dem positiv Getesteten Kontakt hatten, müssen nicht in Quarantäne.

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Von der weiteren Kontaktverfolgung „bekommen wir als Schule gar nicht mehr so viel mit“, erklärt der Realschulrektor. Natürlich gebe es Eltern, die verunsichert seien. Sie könnten die Eltern nur darauf aufmerksam machen, dass sie derzeit von ihrem Recht Gebrauch machen könnten, ihre Kinder nicht zur Schule zu schicken.

Die Hoffnung des Rektors

Das Schulleitungsteam hofft jetzt, dass die beiden Fälle nicht noch weitere Kreise ziehen. Fast neun Unterrichtswochen im neuen Schuljahr haben sie coronafrei überstanden. „Wir sind ja im Vergleich zu anderen Schulen im Schwarzwald-Baar-Kreis relativ lange verschont geblieben.“ Offensichtlich hätten ihre Konzepte, unter anderem mit den versetzten Pausen, den zwei getrennten Bereichen auf dem Schulhof und der Einstellung des Pausenverkaufs bewährt. Nun hoffen sie, dass die Schüler sich auch im privaten Bereich verantwortungsbewusst verhalten. Schließlich seien die beiden Corona-Fälle an der Schule „von außen reingetragen“ worden.

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Die anderen Schüler, das betonen Rektor Sven Dorn und Konrektorin Anne Maier mit Nachdruck, könnten nach wie vor beruhigt zum Unterricht erscheinen. „Der Schutz in der Schule ist meiner Meinung nach ein Vielfaches höher als in der Freizeit ohne Maske“, so Sven Dorn.

Schutz in der Schule höher als in der Freizeit ohne Maske

Blumberger Realschule Freitag, 13 Uhr. Rektor Sven Dorn sitzt ruhig an seinem Schreibtisch, am runden Tisch Konrektorin Anne Maier und zwei Kollegen vom Schulleitungsteam. Eine gute halbe Stunde beraten sie, was jetzt in dieser Situation zu tun ist. Die sechste Klasse hat nächste Woche Homeschooling und benötigt ihren Wochenplan, auch der Zehntklässler benötigt seine Aufgaben. Auf dem Tisch des Rektors steht eine Flasche Mineralwasser, er hat noch viel zu tun: „Das ist unsere Nachmittagsbeschäftigung.“

Ganztagsbetreuung nicht betroffen

Die Ganztagsbetreuung, die der Schüler nutzt, sei davon nicht so stark betroffen, hieß es vom Schulleitungsteam der Grund- und Werkrealschule Eichberg. Da in der Ganztagsbetreuung für die weiterführenden Schulen überall Masken getragen müssen, habe das Gesundheitsamt die dort erfolgten Kontakte als Zweitkontakte eingestuft, sagte Felix Taubenmann vom Schulleitungsteam. Das bedeutet, die dort betreuten Schüler müssen nicht in Quarantäne.

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In Blumberg ist es der zweite Infektionsfall an einer Schule. Im Bereich der Herbstferien mussten zwei Grundschulklassen der Grund- und Werkrealschule Eichberg sowie alle Lehrkräfte in Quarantäne, einmal waren zwei Schüler positiv getestet, im zweiten Fall hatte ein Lehrer das Virus.

Die Corona-Fallzahlen steigen

Unterdessen steigt das Infektionsgeschehen in der Raumschaft Blumberg weiter an. Am Freitag meldete das Gesundheitsamt 31 akut mit dem Virus Covid-19 infizierte Personen, zwei mehr als am Donnerstag. Anfang der Woche lag die Zahl noch bei 22 Personen.

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