Wegen Drogenhandels im Kilomaßstab hatte das Landgericht Konstanz einen 24-jährigen Blumberger am 22. März zu einer längeren Haftstrafe von vier Jahren und neun Monaten verurteilt. Doch der Verurteilte wehrt sich dagegen. Er nahm sich einen neuen Verteidiger und ließ Revision einlegen. Wer der neue Verteidiger ist, war bisher noch nicht zu erfahren.

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Die Dritte Strafkammer hatte es unter dem Vorsitzenden Richter Joachim Dospil als erwiesen angesehen, dass der Angeklagte von Herbst 2019 bis Frühjahr 2020 im Kilomaßstab mit Drogen gehandelt hatte. In der Anklage war die Rede von insgesamt circa drei Kilogramm Marihuana und zwei Kilogramm Heroin, bei einigen Transaktionen soll der Angeklagte seinen minderjährigen Bruder als Boten eingesetzt haben.

Teurer Lebenswandel

Mit dem Drogenhandel wollte der Angeklagte laut Gericht seinen teuren Lebensstil finanzieren. Der Angeklagte sprach von 80.000 Euro Schulden, sein Verteidiger nannte eine höhere Summe von 200.000 Euro.

In den Plädoyers hatte Verteidiger Wolfgang Hoppe eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren gefordert. Er betrachtete alle angeklagten Fälle als minderschwer und hielt die Angaben des Angeklagten für glaubwürdig.

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Staatsanwältin Peltz hatte eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren und zehn Monate beantragt. Sie hielt es für nicht ausgeschlossen, dass der Angeklagte den kleinen Bruder instrumentalisierte, um vor den Eltern sein Image vom guten Jungen aufrecht erhalten zu können.