Die Kreisstraße von Blumberg nach Achdorf ist seit einigen Wochen gesperrt, und sie wird auch nicht zum 4. Dezember wieder für den Verkehr freigegeben, wie es ursprünglich hieß. Der Grund: das schlechte Oktoberwetter. Und die Arbeiten in dem rutschgefährdeten Hanggelände sind sehr aufwändig.

Immer wieder Rutschungen

Die Hänge haben viel Opalinuston, immer wieder kommt es dort zu Rutschungen, besonders nach starkem Regen. In einer Rechtskurve bergwärts im unteren Bereich war ein Teilstück abgerutscht. Um den Bereich zu stabilisieren, hat die Triberger Firma King hat dort einen Randbalken aus Beton gesetzt, 24 Meter lang, ein Meter breit und zwei Meter hoch. Um den Balken mit einem Gewicht von rund 120 Tonnen zusätzlich zu fixieren, bauten die Fachleute 18 senkrechte Druckanker und 21 schräge Zuganker ein.

Als nächster Arbeitsschritt am Gampen wird der Raum zwischen dem Randbalken und der Reststraße mit Beton bis über die Schräganker aufgefüllt. Darüber kommt Schotter, dann kann asphaltiert werden. Bild: Bernhard Lutz
Als nächster Arbeitsschritt am Gampen wird der Raum zwischen dem Randbalken und der Reststraße mit Beton bis über die Schräganker aufgefüllt. Darüber kommt Schotter, dann kann asphaltiert werden. Bild: Bernhard Lutz | Bild: Lutz, Bernhard

Die Anker bestehen aus einem Gewindestad aus Baustahl, Durchmesser 40 Millimetern und bekommen eine Betonummantelung, die den Anker im Tongestein festhält, erklärte Projektleiter Christof Rösch vom Straßenbauamt und Amtsleiter Gerold Günzer. Der Beton dient außerdem als Korrosionsschutz. Die Schräganker haben eine Länge von zehn Metern, die senkrechten Anker haben eine Länge von neun Metern.

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Auf die Oberseite des Randbalkens wird eine Kappe betoniert. Auf der Kappe wird die neue Schutzplanke montiert. Der Randbalken wird in drei Abschnitten eingebaut.

Um das Oberflächenwasser von der Straße und der Waldfläche abzuleiten, wird eine circa 90 Meter lange Entwässerungsleitung von der Straße bis zum Schleifenbach gebaut, die Rohre sind aus Polyäthylen. Die Leitung sei nötig, dass das Oberflächenwasser keine Erosion an der talseitigen Böschung verursache.

Um das Oberflächenwasser von Straße und dem Waldhang oberhalb zu kanalisieren, wird von der Straße eine circa 90 Meter lange Entwässerungsleitung bis zum Schleifenbach gebaut. Unser Bild zeigt einen Mitarbeiter der Firma King neben den Polyethylen-Rohren. Bild: Bernhard Lutz
Um das Oberflächenwasser von Straße und dem Waldhang oberhalb zu kanalisieren, wird von der Straße eine circa 90 Meter lange Entwässerungsleitung bis zum Schleifenbach gebaut. Unser Bild zeigt einen Mitarbeiter der Firma King neben den Polyethylen-Rohren. Bild: Bernhard Lutz | Bild: Lutz, Bernhard

Als nächstes wird der Bereich zwischen dem Randbalken und der restlichen Straße bis über die Schräganker mit Beton aufgefüllt, darüber kommt Schotter. Dann kann asphaltiert werden. Kurz vor Weihnachten soll die Straße wieder freigegeben werden.