Bei der Blumberger Feuerwehr herrscht Freude. Seit dem 2. November ist das neue Fahrzeug im Dienst, teilt Kommandant Stefan Band mit. Mit diesem Fahrzeug sind umfangreiche Technische Hilfeleistungen möglich, „damit wird unsere Schlagkraft in diesem Bereich deutlich erhöht“, betont der Kommandant. Eingesetzt werden kann dieses Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF20), wie es offiziell heißt, dank seiner umfangreichen Zusatzausrüstung für einfache und schwere Technische Hilfeleistung. Dafür dienen vor allem die hydraulischen Rettungsgeräte wie Schere, Spreizer oder teleskopierbare Rettungszylinder, wie sie bei schweren Verkehrsunfällen oder bei Bahnunfällen benötigt werden“, zum Beispiel um eingeklemmte Personen zu befreien.

Kommandant Stefan Band
Kommandant Stefan Band. | Bild: Feuerwehr

Für die Blumberger Gesamtwehr ist es das zweite derartige Fahrzeug, sagt Band. Der Dank des Kommandanten gilt seinen Kameraden Michael Vetter, der derzeit die Feuerwehrabteilung Blumberg Stadt führt, und seinem erstem Stellvertreter Peter Frey, die das Fahrzeug mit ihm zusammen geplant haben.

Stellvertretender Kommandant Peter Frey.
Stellvertretender Kommandant Peter Frey. | Bild: Feuerwehr

Was das bedeutet, erklärt der Kommandant mit wenigen Sätzen: Die Beschaffung vom ersten Gespräch mit dem Bürgermeister bis hin zur Auslieferung dauerte vier Jahre, davon alleine 21 Monaten für die reine Bauzeit. In das Fahrzeug wurden viele Stunden zur Konzeption investiert. Alles musste in das Gesamtkonzept eingearbeitet und entsprechend geplant werden. Die Beschaffungskosten lagen bei 465.000 Euro, für die Feuerwehr war dies die größte Fahrzeuginvestition in den letzten Jahren.

Das neue HLF20 wird in der Regel das erste ausrückende Fahrzeug sein bei Alarmen die nach dem Einsatzstichwort einen größeren Einsatz vermuten lassen, erklärt Kommandant Stefan Band. Alles passt: Das Fahrgestell, ein MAN Allrad mit 290 PS, und ein Gesamtgewicht von 16 Tonnen.

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Ausstattung

Das neue Fahrzeug hat eine Löschwasserbehälter mit 2200 Liter Fassungsvermögen, eine leistungsstarke Feuerlöschkreiselpumpe die bis zu 3000 Liter pro Minute fördern kann, einen integrierten Schaummitteltank, eine komplette LED-Umfeldbeleuchtung um das Fahrzeug zum sicheren Arbeiten bei Dunkelheit, einen pneumatischen Lichtmasten mit vier LED-Scheinwerfern mit einer Lichtstärke von je 8000 Lumen: „es wird taghell“, schildert der Kommandant.

Michael Vetter vom Führungsteam der Feuerwehrabteilung Blumberg Stadt.
Michael Vetter vom Führungsteam der Feuerwehrabteilung Blumberg Stadt. | Bild: Feuerwehr

Eine Besonderheit im neuen Fahrzeug ist, dass sich alle vier Atemschutzgeräte im Mannschaftsraum befinden, „so können wird alle vier Atemschutzträger auf der Anfahrt ausrüsten, erläutert Stefan Band. Zur Ausstattung gehören ferner zwei Wärmebildkameras für je einen Atemschutztrupp. Umfangreich ist die Ausrüstung zur Technischen Hilfeleistung mit Rettungsschere, Spreizer, Hydraulikstempel, Hebekissen für bis zu 50 Tonnen Gewicht, LKW-Rettungsplattform, Motortrennschleifer und Kettensäge.

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Das neue Fahrzeug ist da, doch mittlerweile läuft bereits das Beschaffungsverfahren für das nächste größere Fahrzeug: die Drehleiter für 750.000 Euro. Derzeit läuft die Ausschreibung, am 2. Dezember werde eine Fachfirma die Angebote auswerten und der Stadt eine Empfehlung für die Vergabe machen. Wenn alles optimal laufe, so der Kommandant, könne der Gemeinderat vielleicht schon im Januar den Beschaffungsauftrag vergeben.

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Wie nötig eine gute Ausrüstung für die Wehr ist, zeigt die Statistik: „Seit der letzten Hauptversammlung im November 2019 sind wir 129 Mal ausgerückt.“ Im Vergleich zu den letzten Jahren sei dies nochmals eine weitere Steigerung, erläutert Stefan Band.

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