Mit dem Verhalten des Riedböhringer Ortsvorstehers Gerhard Fricker bezüglich Corona beschäftigt sich auch das Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis. Das erklärte Blumbergs Bürgermeister Markus Keller im Interview zum Jahresauftakt. Fricker hatte sich in einem Blumberger Getränkemarkt trotz Aufforderung geweigert, die Schutzmaske über Mund und Nase zu ziehen. Der Bürgermeister hatte auf die Frage dazu wörtlich erklärt: „Der Verstoß gegen die Maskenpflicht ist eine Ordnungswidrigkeit, die vom Landratsamt verfolgt wird. Der Fall ist dort bekannt.“

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Riedböhringens Ortsvorsteher steht in der Kritik, weil er sich nicht an die Corona-Verordnungen halte, wie es mehrfach heißt. Viele zählen ihn zu den Querdenkern. In einem Bericht des SÜDKURIER vor Weihnachten hatte Gerhard Fricker offen erklärt, auch jetzt noch Hausbesuche von Jubilare zu machen und Einladungen, ins Haus zu kommen, nach komme, ohne eine Schutzmaske aufzuziehen. Daraufhin hatte ein Leserbriefschreiber einen Vorfall in einem Blumberger Getränkemarkt geschildert, wo der Ortsvorsteher sich geweigert habe, der Aufforderung des Inhabers nachzukommen, die Maske über Mund und Nase zu ziehen.

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Der Leserbriefschreiber hatte den Ortsvorsteher zum Rücktritt aufgefordert. Ein gebürtiger Riedböhringer Leserbriefschreiber hat nun unter der Überschrift „Ortsvorsteher oder Coronaleugner“ Konsequenzen und ein kompromissloses Vorgehen des Ortschaftsrats, des Blumberger Gemeinderats und des Bürgermeisters gefordert.

Bürgermeister: „Jeder Ortsvorsteher hat einen Amtseid geleistet“

Darauf angesprochen und gefragt, antwortete Bürgermeister Markus Keller in dem Interview: „Ob das Verhalten mit dem Amt des Ortsvorstehers kommunal- oder dienstrechtlich kollidiert, klären wir ab. Grundsätzlich haben jeder Ortsvorsteher, Stadtrat und auch ich als Bürgermeister einen Amtseid geleistet, der Treue der Verfassung und Gehorsam den Gesetzen gelobt. Das muss für alle das Maß des Handelns sein.“