Diskussion gab es im Gemeinderat um das geplante Betreute Wohnen neben dem Pflegeheim „Haus Eichberg“. Der in Geisingen ansässige Zweckverband „Pflegeheime Haus Wartenberg“, der auch das „Haus Eichberg“ betreibt, will dort einen Neubau mit 24 Wohnungen erstellen. Es sei die Vorstufe für Menschen von Zuhause, die später vielleicht einmal einen Pflegeplatz in einer Einrichtung benötigten, sagte Bürgermeister Keller. Und die Wohnungen könnten bei Bedarf auch Mitarbeitern zur Verfügung gestellt werden.

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Für die CDU zeigte sich Sprecher Dieter Selig enttäuscht, dass das Gebäude zwar mit einer Pellet-Heizung, nicht aber auch mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet werde. Der Zweckverband sei eine öffentliche Körperschaft und da würde ihr dies gut anstehen. Bürgermeister Markus Keller antwortete, die Stadt habe keine Einwirkungsmöglichkeiten, „wir können aber schon diesen Hinweis geben“, er meine, im Gespräch sei so eine Anlage auf jeden Fall.

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Hannes Jettkandt, Sprecher der Freien Liste, wies auf das im Jahr 2014 mit dem Büro Steg entwickelte Stadtentwicklungskonzept hin. Damals sei eine große Lücke festgestellt worden, die Achse von der Achdorfer Straße bei den Schulen hinunter zur Hauptstraße. Die Entwicklungsfläche wurde als „soziale Achse“ definiert, schilderte Jettkandt. „Wir sind da auf einem absolut tollen Weg.“ Oben stehen inzwischen die Pflegeeinrichtung Servicehaus Sonnenhalde, der Neubau der Sozialstation mit Tagespflege, unten an der Hauptstraße die Tagespflege und betreute Seniorenwohngruppe der Malteser und jetzt komme noch das Betreute Wohnen dazu.

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Freude auch bei Stadträtin Ursula Pfeiffer. Gut sei, dass es im Betreuten Wohnen auch größere Wohnungen mit 70 Quadratmetern gebe. Stadtrat Horst Fürderer merkte an, bei 24 geplanten Wohnungen seien nur acht Stellplätze vorgesehen, „stimmt das Verhältnis?“ Stadtbaumeister Uwe Veit antwortete mit Ja, es entstehe auch eine Tiefgarage.

Was sagt der Zweckverband zu den Wünschen?

Was sagt der „Zweckverband Pflegeheim Haus Wartenberg“ zu den Wünschen aus Blumberg? Geschäftsführer Boris Schmid, zugleich Finanzdezernent im Schwarzwald-Baar-Kreis, sagte auf Anfrage, von zwei Energie-Varianten hätten sie sich für die Variante mit dem hochwertigen Energie Standard (KfW 55) entschieden und dass sie darauf achten, „dass wir eine Holz-Pellet-Heizung statt eine konventionelle Gas-Heizung“ einbauen. Ob sie auch eine Photovoltaik-Anlage mit aufnehmen, da seien sie noch am Schauen. „Ein höherer Energie-Standard war uns auf jeden Fall wichtig.“ Schmid erklärte: „Wenn wir es hinkriegen mit der Photovoltaik-Anlage ist es gut“.

Pflegeheim könnte mitversorgt werden

In diesem Fall bestünde auch die Überlegung, das benachbarte Pflegeheim „Haus Eichberg“ für die Stromversorgung mit zu nutzen. Die Alternative, das Dach für eine Anlage zu vermieten, sei nicht erste Absicht des Zweckverbands.

Spatenstich

Wann ist der Spatenstich denkbar? Der Verband habe den Bauantrag beim Kreisbauamt eingereicht, sagte Geschäftsführer Boris Schmid, sobald von dort grünes Licht signalisiert werde, könnten sie einen Termin ansetzen. Insgesamt seien sie schon so weit, dass sie eine Person im „Haus Eichberg“ platzieren wollten, bei der Interessenten sich über die Wohnungen erkundigen, Lagepläne einsehen und sich auf die Bewerberliste setzen lassen könnten.