In Blumberg trauern viele Menschen um Friedel Gerber. Die Witwe des früheren Bürgermeisters Werner Gerber starb am Samstag im Kreis ihrer Familie im Alter von 97 Jahren. Sie hinterlässt drei Kinder mit ihren Familien.

Geboren in der Pfalz

Die gebürtige Pfälzerin kam 1963 mit ihrem Ehemann Werner Gerber, der in Blumberg von 1963 bis 1989 Bürgermeister war, in die Eichbergstadt. Intensiv hat sie sich seither hier engagiert und dabei stets das Wohl der anderen und der Gemeinschaft im Blick gehabt. Ihr soziales Engagement wirkt bis heute nach. Der von ihr 1978 mit dem DRK Blumberg gegründete Kommunale Mittagstisch, den sie bis 1996 leitete, ist heute noch für viele Blumberger ein Segen.

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Tugenden wie Treue, Ehrlichkeit, Demut, Liebe, Wahrhaftigkeit, Dankbarkeit und Verlässlichkeit hat sie gelebt und ihren Kindern weitergegeben. Kraft schöpfte sie aus dem Glauben und aus der Familie. Die Beerdigung findet aufgrund der aktuellen Situation im engsten Familienkreis statt. Im Frühjahr, wenn sich die Lage hoffentlich wieder gebessert habe, sei eine Andacht im größeren Kreis vorgesehen, war von der Familie zu erfahren.

Welches Ansehen sie bis zuletzt in Blumberg genoss, zeigte sich unter anderem beim Neujahrsempfang der Stadt, wo sie stets in der ersten Reihe zuhörte. Für Blumberg und auch für ihn persönlich bedeute ihr Tod ein Verlust, erklärte Bürgermeister Markus Keller. „Ich habe die Begegnungen mit ihr sehr geschätzt. Es war eine Freude, wenn sie mit ihrer liebevollen und verbindenden Art bei städtischen Veranstaltungen dabei war.“

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Unvergessen ist ihr Vortrag in der Blumberger Stadtbibliothek im Frühjahr 2012 im Rahmen der vom SÜDKURIER initiierten Serie „Blumberg: Geschichte und Geschichten“. Sie nahm sich zurück, ihr Vortrag war eine Liebeserklärung an ihren verstorbenen Mann und an Blumberg.

Friedel Gerber ging auf andere Menschen zu. Unser Bild zeigt sie im Mai 2012 in der Blumberger Stadtbibliothek mit Elfriede Martin aus Riedböhringen. (Archivbild)
Friedel Gerber ging auf andere Menschen zu. Unser Bild zeigt sie im Mai 2012 in der Blumberger Stadtbibliothek mit Elfriede Martin aus Riedböhringen. (Archivbild) | Bild: Roland Sigwart

Friedel Gerber ging auf andere Menschen zu, schon ihr herzliches Lachen wirkte verbindend und ansteckend. So war sie auch anderswo beliebt und geschätzt, etwa in Markdorf, wo ihr Sohn Bernd Gerber bis zum Jahr 2013 insgesamt 22 Jahre Bürgermeister war und damit beruflich in den Fußstapfen seines Vaters wirkte.

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