Blumberg – Mit einem klaren Bekenntnis zu Blumberg setzte Bürgermeister Markus Keller beim Neujahrsempfang der Stadt am Samstag seinen Schlussakkord. Blumberg sei für ihn und seine Frau Ruth längst mehr als nur Arbeitsort. „Wir haben hier geheiratet, wir haben uns ein Haus gekauft, wir fühlen uns hier wohl“, erklärte der Bürgermeister. Blumberg sei ihre Heimat, was gebe es Schöneres, als mit den Menschen hier die Zukunft zu gestalten und die Stadt weiter zu entwickeln. Bei der Bürgermeisterwahl im Herbst trete er mit tiefster Überzeugung wieder an. Keller erhielt für seine Rede viel Beifall der rund 300 Besucher in der vollen Stadthalle.

  • Rückblick: Blumberg habe sich auch 2016 gut entwickelt, hatte Keller in seinem Rückblick erklärt und die einzelnen Bereiche genannt: In der Wirtschaft hätten die Firmen Metz, Holzbau Fluck der Schwarzwaldhof und Straub millionenschwer investiert, dazu kamen der Neubau des Edeka-Marktes und des Drogeriemarkts Rossmann. In der Kernstadt sei vor Weihnachten der erste Abschnitt des Glasfasernetzes in Betrieb gegangen. Zollhaus und die restliche Kernstadt folgen dieses Jahr, danach die anderen Ortsteile.
  • Weitere Eckpunkte von Kellers Rede waren die Sanierung des Panoramabads, Investitionen für die Wasserversorgung wie den neuen Hochbehälter Fützen, die Entscheidung, das Achdorfer Wutachwehr durch eine Rampe zu ersetzen, die Schulentwicklung mit dem Ziel eines Campus samt Ganztagsbetreuung in der Kernstadt, der Wohnungsbau, das Umsetzen der Spielplatzkonzeption und Angebote für die Tagespflege.
  • Beim Ausbau der B 27 sei es – vor allem dank der Abgeordneten – gelungen, dass die Ortsumfahrungen Blumberg-Zollhaus- und Randen weiterhin im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans seien. Nun gelte es, beim Regierungspräsidium Freiburg nachzuhaken und dafür zu sorgen, dass die Trassen geplant und gebaut würden.
  • Beim Zollamt Bargen sei Vorsicht geboten: Zwar sei es in einer beispiellosen Gemeinschaftsaktion mit Bundes- und Landespolitik und der IHK gelungen, dass die Schweiz das Zollamt Bargen weiter aufrecht erhalte. Doch der Kampf gehe weiter, jetzt gelte es, die Öffnungszeiten und das Personal wie bisher zu erhalten. Eine Reduzierung, so Keller, käme einer Schließung „durch die Hintertüre“ gleich.
  • Beim Ausblick für 2017 nannte Keller den Umzug von Bauhof und Wasserwerk, die Planungen für die Sanierung der Mehrzweckhalle in Riedöschingen, drei Dorfjubiläen samt der Ortsdurchfahrt Hondingen und die weitere Modernisierung der Blumberger Feuerwehr mit einem neuen Fahrzeug. Abschließend dankte der Bürgermeister allen, die ihn und die Stadt unterstützten, von seinen Stellvertretern über den Gemeinderat, die Ortsvorsteher und Ortschaftsräte, sein Team, die Vereine und alle, die sich sonst ehrenamtlich für die Gemeinschaft einbringen.
  • Den Neujahrsempfang umrahmte die Stadtkapelle Blumberg, die gleich mit dem Florentiner Marsch startete und am Schluss die Nationalhymne und das Badnerlied intonierte.

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Abgeordnete loben Blumbergs Entwicklung

Der Bundestagsabgeordnete Thorsten Frei, Landesjustizminister Guido Wolf und Landrat Sven Hinterseh betonten in ihren Grußworten, dass Blumberg sich gut entwickelt habe und sagten für 2017 weiterhin ihre Unterstützung zu.

  • Thorsten Frei: Der Bundestagsabgeordnete betonte die Dynamik in dieser Stadt, die so gelebt werde, „dass man sie als Nachbar hautnah erleben kann.“ Hier sei Blumberg ein Beispiel für das ganze Land, weil dies den Zusammenhalt der Gesellschaft stärke und diffusen Ängsten entgegenwirke, die da seien, obwohl es den meisten Menschen hier doch eigentlich gut gehe bei 1,9 Prozent mehr Kaufkraft, so Frei. Beim Ausbau der B 27 will Frei die Straßen nicht als Pläne auf Papier „sondern zum Fahren“.
  • Guido Wolf: Der Landtagsabgeordnete und Landesjustizminister sprach auch im Namen seines Kollegen Lars Patrick Berg, der erstmals anwesend war. Wolf nannte das Spannungsfeld zwischen den guten Zahlen und dem subjektiven Empfinden: Die Angst vor einem Identitätsverlust, die Angst, dass der Staat bei der Sicherheit die Dinge nicht mehr im Griff habe. Als positives Beispiel nannte Wolf Blumbergs Bürgermeister Markus Keller, der ganz bewusst einen Antrag auf eine Ganztagsschule der Realschule gestellt habe, der noch nicht genehmigungsfähig sei, dadurch komme Bewegung in den Apparat des Kultusministeriums. Beim Thema Zollamt Bargen gelte es weiterhin wachsam zu bleiben, dass der Parlamentsbeschluss ganz umgesetzt werde. Dabei dankte Wolf dem SÜDKURIER für seine Recherchen und seinen Bericht.
  • Landrat Sven Hinterseh freute sich über mehrere Meilensteine 2016 wie den Spatenstich zum Ausbau der B 27 samt Ortsumfahrung Behla und den Ausbau de Digitalisierung, bei der Blumberg im Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar Motor und Antriebsfeder sei. Ausdrücklich dankte der Landrat der Stadt und den Bürgern, dass sie die Asylbewerber freundlich aufgenommen hätten. (blu)