Da dürften nicht nur die Gäste beziehungsweise Patienten, sondern auch viele Angehörige aufatmen: Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) hat seit Mitte dieser Woche wieder ihre Tagespflege geöffnet, die coronavirusbedingt zweieinhalb Monate geschlossen bleiben musste. Ein von den zuständigen Behörden abgesegnetes Hygienekonzept macht‘s möglich.

Das könnte Sie auch interessieren

Eigentlich betreut das Awo-Helferinnen-Team um Pflegedienstleiterin Madlen Müller 15 betagte Menschen in ihrer Tagespflege. Doch um dem Coronavirus möglichst keine Chance zu bieten, sich ausbreiten zu können, sind es im Augenblick nur sieben Senioren, die versetzt und mit zwei Metern Abstand an einem großen Tisch sitzen. Einige unterhalten sich mit einem Gesellschaftsspiel, ein Mann puzzelt am Computer, ein anderer liest die Tageszeitung und wieder andere nehmen den neuen Barfußpark unter ihre Füße. Vor dem Mittagessen steht auch noch Gymnastik auf dem Programm. In dem großen und hellen Raum der Tagespflege gilt eine Einbahnstraßen-Regelung und bei allen pflegerischen Maßnahmen müssen die Betreuungs- und Pflegekräfte eine Gesichtsmaske tragen.

Das könnte Sie auch interessieren

Einige Patienten konnten während der Schließungsphase nur in einem Heim untergebracht werden, sagt Altenpflegehelferin Bettina Fritz. Das sei für die Betroffenen eine schwere Zeit gewesen. Umso größer sei jetzt die Freude, wieder den gewohnten Tagesablauf leben und im eigenen Bett schlafen zu können.

Das könnte Sie auch interessieren

Auch die Tagespflege der kirchlichen Sozialstation musste ihren Betrieb Mitte März einstellen. Seit Mitte Mai gab es eine Notbetreuung, ab kommendem Montag sind es wieder zwölf Senioren, um die sich im Eichbergstüble gekümmert wird. Natürlich gelten auch dort strenge Hygienestandards. Am 3. August beginnt dann eine neue Ära: Ab diesem Tag wird die Tagespflege im Neubau der kirchlichen Sozialstation untergebracht sein.

Die Awo ist auf der Suche nach ehrenamtlichen Mitarbeitern. Kontakt-Telefon: 0 77 02/6 08 96 20 (Madlen Müller).