An der Grundschule Riedöschingen verlief der Start in das neue Kalenderjahr ruhig. „Immerhin haben wir relativ rechtzeitig Bescheid gekriegt“, sagt Rektorin Angelika Sitte. „Außerdem waren wir schon darauf gefasst, dass die Schule geschlossen bleibt, es war nur noch die Frage mit der Notbetreuung, aber letztlich war das auch schnell geklärt.“ Den Bedarf einer Notbetreuung „haben die Eltern an mich direkt gemeldet nicht an die Stadt Blumberg, das müssen ohnehin wir drei Lehrerinnen abdecken, von daher ging das ganz gut.“

Das könnte Sie auch interessieren

An der Frobenius-Thomsin-Schule in Riedöschingen sind sechs Kinder in der Notbetreuung, an der Grundschule Fützen, die Sitte kommissarisch mit leitet, sind acht Kinder angemeldet, von denen bis zu fünf Kinder an einem Tag aufschlagen. Dort wechseln sich die beiden Lehrerinnen Regine Meder und Karin Albrecht täglich ab.

Schülerbusse fahren nicht

Ein Nachteil in Riedöschingen sei, dass die Schülerbusse während der Notbetreuung nicht fahren, erklärt die Rektorin. Wenn die Busse wenigstens zur zweiten Stunde, die um 8.25 Uhr beginnt, und zur fünften Unterrichtsstunde fahren würden, wäre ihnen schon geholfen. Sie habe dem Leiter des Straßenverkehrsamtes geschrieben. Für die nächste Woche seien für die Notbetreuung noch mehr Schüler aus Hondingen angemeldet.

Das könnte Sie auch interessieren

In der Notbetreuung arbeiten die Lehrerinnen mit den Kindern den Unterrichtsstoff der Wochenpläne durch. Dazu kommen Kunst, Musik, Sachunterricht und Religion, das haben wir den Schülern dieses Mal auch mitgeben, damit sich das Ganze etwas auflockert und sie nicht nur die Hauptfächer Deutsch, Mathematik und für die Dritt- und Viertklässler auch Englisch lernen müssen.

Lernpakete abgeholt

Die Schüler im Homeoffice haben am Montag ihre Lernpakete abgeholt, in Hondingen, wo die Rektorin wohnt, habe sie die Pakete selbst verteilt. „Wenn die Schüler und Eltern Fragen haben, können sie sich jederzeit per Telefon oder per Email an uns wenden und erhalten so schnell wie möglich Antwort.“ Und: „Wenn wir merken, dass Schüler zuhause überhaupt nicht zurecht kommen, zum Beispiel aufgrund sprachlicher Schwierigkeiten, kümmern wir uns persönlich um sie und versuchen, ihnen zu helfen.“

Riedböhringen

Die Grundschule Riedböhringen hat die Eltern ebenfalls Ende voriger Woche informiert. Es ist eine Notbetreuung eingerichtet, sagt Rektorin Simone Schelling. Diese Woche sind es drei Tage, sagt Rektorin Simone Schelling. Der geänderte Busfahrplan betreffe sie nicht, da die Schüler der Notbetreuung alle aus Riedböhringen stammten. Die Schüler der Kardinal-Bea-Schule erhielten Lernpakete mit einem Wochenplan für die einzelnen Fächer, die per Email versandt wurden. Den Lernstoff haben die Lehrerinnen Ende voriger Woche zusammengestellt und ihren Klassen selbst zugesandt. Der Stoff betrifft die Fächer Deutsch, Mathematik und Sachunterricht. Dazu kommt als freiwilliges Angebot Religion. Die Schüler haben die Aufgabe, die ausgeteilten Arbeitsblätter auszufüllen und wieder abzugeben, damit die Lehrer sie kontrollieren können. Die Lehrer sind für die Schüler und Eltern jeden Tag per Telefon und Email erreichbar.

Rektorin plant ersten Online-Unterricht

Am Donnerstag will die Rektorin „zum ersten Mal einen Online-Unterricht“ halten. Dafür hat sie über das Kreismedienzentrum die Plattform Jitsi eingestellt. Vorgesehen ist der Online-Unterricht zunächst für die Klassen drei und vier. Die Rektorin betont, dass dieser Online-Unterricht freiwillig sei, weil sie davon ausgehe, dass viele Grundschüler dabei noch Hilfe von den Erwachsenen benötigten. „Mir ist es wichtig, dass kein Kind auf der Strecke bleibt, deshalb haben wir auch das Angebot der Notbetreuung.“