Bei zwei Gegenstimmen und vier Enthaltungen verabschiedete der Blumberger Gemeinderat den Wirtschaftsplan für die Bahnbetriebe GmbH & Co. KG. Nicht alle Stadträte haben das Zahlenwerk durchschaut, offensichtlich ist es ihnen nicht transparent genug. Dies zeigte ein Antrag des früheren Blumberger Kämmerers und jetzigen Stadtrats Jürgen Fischer (CDU), das Thema in den Technischen Betriebsausschuss zu verweisen. Der Antrag erhielt acht Stimmen, auch aus anderen Fraktionen.

Vieles, was Geschäftsführer Christian Brinkmann ausgeführt hatte, war aus den Unterlagen nicht ersichtlich. Etwa, dass die Kohle jetzt günstiger in Polen gekauft wird. Von daher wundert es schon, dass Bürgermeister Markus Keller den Punkt nicht an den Technischen Betriebsausschuss verwiesen hat, damit die Stadträte, die nicht im Aufsichtsrat sind und noch Fragen haben, darauf Antworten erhalten.

Die Stadt Blumberg hängt mit der städtischen Sauschwänzlebahn zusammen, im Zweifel müssen die Stadt und damit die Bürger für Verluste gerade stehen. Deshalb sollten alle Einsparmöglichkeiten ausgelotet und Fehler vermieden werden. Fehler wie zum Beispiel beim Umgang mit dem Thema Mopsfledermaus, die in einigen Tunneln überwintert, was zum Winterfahrverbot geführt hat. Unter anderem hat das dazu geführt, dass Ausbesserungsmaterial etwa für Schienen bei Epfenhofen auf der Straße statt auf der Schiene antransportiert werden musste. Allein in einem Jahr hat das 15 000 Euro mehr gekostet, mindestens drei bis vier Mal soviel, wie die geplanten Nikolausfahrten eingebracht hätten.