Wenn es Sonntag wird, freuen sich viele Kulturfreunde aus Blumberg und der Umgebung auf ihren Besuch im Freiburger Theater, zumindest sechsmal in einer Saison. Im Rahmen der Besuchergemeinschaften kommen sie günstig und verlässlich an Theaterkarten heran.

Einmal im Jahr stellen Theatermitarbeiter das neue Programm der inzwischen 70. Saison in Wort und Ton vor, so auch am Dienstagabend im katholischen Pfarrsaal in Geisingen. Herzlich willkommen geheißen von Roswitha Röhrle, stellten der Dramaturge für Musiktheater und Schauspiel, Heiko Voss, und der Betreuer der Besuchergemeinschaften, Günter Daubenberger, die kommenden kulturellen Genüsse vor. Die Sänger Sarah Traubel und Michael Both trugen mit Klavierbegleitung von Hiroki Ojika und sehr zur Freude der Besucher Arien von Mozart, Korngold und Puccini vor.

Heiko Voss, Hiroki Ojika, Michael Borth, Roswitah Röhrle, Sarah Traubel und Günter Daubenberger freuen sich auf die neue Theatersaison in Freiburg.
Heiko Voss, Hiroki Ojika, Michael Borth, Roswitah Röhrle, Sarah Traubel und Günter Daubenberger freuen sich auf die neue Theatersaison in Freiburg. | Bild: Gernot Suttheimer

Das neue Programm steht unter dem Zeichen von Wut und Wahn. Die Verkürzung von Inhalten würde zunehmend die Gesellschaft prägen, sagte Daubenberger. Das Theater stelle sich dagegen mit der emotionalen Kraft darstellender Dramaturgie. „Wut“ als Motor und rasende Zerstörungskraft können die Theaterbesucher in einem Schauspiel von Elfriede Jelinek am 10. November erleben. Wolfgang Korngolds musikalische Beziehungskomödie „Der Ring des Polykrates“ führt am 19. Januar 2020 in den Kosmos dieses österreichischen Komponisten, der später die Musik der Hollywoodfilme prägte.

Eine Gespenstergeschichte voller Abgründe und dämonischen Szenen wird in der Kammeroper „The turn of the screw“ von Benjamin Britten am 15. März erzählt. In Mozarts Oper „Die Hochzeit des Figaros“ wird das Gesellschaftsgefüge in einer modernen Variante am 10. Mai infrage gestellt. Boshaftigkeit und Störrischkeit feiern bei der „Widerspenstigen Zäumung“ von Shakespeare am 7. Juni Triumph. Ein Leben im Wartezimmer als Zelle der Isolation schildert die Oper „Madame Butterfly“ von Puccini am 12. Juli.

Mit diesem Programm will Freiburg Lust auf Theater machen, sagte Heiko Voss. Es könne den Menschen helfen, die Zukunft zu bannen. Roswitha Röhrle gab den Theaterleuten gegenständliche Erinnerungsgrüße aus Geisingen mit auf den Weg nach Freiburg. Aboanmeldungen nehmen die Vertrauensleute entgegen.