Die Rodung für den Windpark Länge bei Fürstenberg und Neudingen steht unmittelbar bevor. Nach Informationen der Bürgerinitiative "Gegenwind" fuhren am Montag drei Vollernter in den Längewald. Davor hatte ein Schneepflug die rund 900 Meter hoch gelegenen Waldwege frei gebahnt, dass die schweren Maschinen fahren konnten. Die Zufahrtswege wurden in den letzten Wochen neu ausgepflockt, im Wald sind deutlich die Markierungen zu sehen

Auf Hüfinger und Donaueschinger Gemarkung sollen für den Bau von sieben Windrädern nach Angaben von Solarcomplex 8,9 Hektar gerodet, davon 7,5 Hektar dauerhaft und 1,4 Hektar temporär. Insgesamt sind auf der Länge noch vier weitere Windräder beantragt für den Ettenberg auf Blumberg-Riedöschinger Gemarkung, die Fläche beider Projekte umfasst 13,6 Hektar, die Firma Green City Energy, die diese vier Windräder bauen will, erhielt von der Bundesnetzagentur aber keinen Zuschlag.

Auf Hüfinger Gemarkung soll ein Vollernter auf der Gemarkung des Stadtteils Fürstenberg beginnen, auf Donaueschinger Gemarkung sollen zwei Vollernter auf der Gemarkung des Stadtteils Neudingen mit dem roden der Bäume starten.

Währenddessen geht das juristische Verfahren weiter. Die Anwältin Sabine Pfaff-Mrokon, die als Privatperson einen Eilantrag gegen die Rodung gestellt hatte, wird nach eigenen Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof Karlsruhe einlegen. Am Freitag hatte das Verwaltungsgericht Freiburg ihren Eilantrag abgelehnt und mitgeteilt, am Montag solle Pfaff-Mrokon die Begründung erhalten. Doch bis Montagabend hatte sie nach eigener aussage noch keine Begründung erhalten. "Ich habe tatsächlich nur einen Einzeiler erhalten, ohne Begründung und sogar der Rechtsmittelhinweis fehlt", so Mrokon. Das ist sei ungewöhnlich. "Die Eile ist sehr sehr ungewöhnlich, die an den Tag gelegt wird."

Die Bürgerinitiative "Gegenwind" will am Dienstagabend geschlossen in die Sitzung des Donaueschinger Gemeinderats gehen und Fragen stellen.