Am 12. Februar 2018 hatte das Regierungspräsidium Freiburg folgendes bekannt gegeben, dass die beim Regierungspräsidium Freiburg anhängige Obere Forstbehörde die Rodungsgenehmigung für die beiden Windparks "Blumberg" und "Länge" bei Donaueschingen und Hüfingen im Schwarzwald-Baar-Kreis erteilt hat.

Doch die Genehmigung ist mit Auflagen verbunden, wie die Behörde in ihrer Pressemitteilung selbst erklärte. Wörtlich heißt es darin:

"Allerdings sind diese Genehmigungen mit Auflagen verbunden. Insbesondere darf mit der Rodung des Waldbestandes erst begonnen werden, wenn ein erfolgreicher Zuschlag für eine Vergütung nach dem EEG (Energieerneuerungsgesetz) vorliegt."

In der Zustellurkunde des Regierungspräsidiums Freiburg vom 9. Februar mit der Genehmigung an die Firma Solarkomplex aus Singen, die sieben der insgesamt elf Windräder bauen will, wird für Solarkomplex allerdings der sofortige Vollzug der Rodungsgenehmigung, die in der Behördensprache Waldumwandlungsgenehmigung heißt, angeordnet.

In der Zustellurkunde mit der Genehmigung für die Firma Green City Energy in München, die vier Windräder bauen will, fehlt der Absatz mit dem Sofortvollzug.

Das Regierungspräsidium Freiburg betrieb am Dienstag auf Anfrage Aufklärung:

"Der Sofortvollzug muss vom Vorhabenträger beantragt und begründet werden. Die Genehmigungsbehörde prüft dann, ob der Sofortvollzug angeordnet wird oder nicht", teilte der stellvertretende Pressesprecher Matthias Henrich mit. Die Firma Green City Energy, so Henrich, habe keinen entsprechenden Antrag gestellt.

Die Firma Solarkomplex erhielt am Dienstag auch den Zuschlag der Bundesnetzagentur. Die Firma Green City Energy erhielt für den Windpark Länge keinen Zuschlag.

Die Bürgerinitiative "Gegenwind", die den Windpark verhindern will, hat durch die Anwältin Sabine Pfaff-Mrokon beim Verwaltungsgericht Freiburg Eilantrag gestellt, um die aufschiebende Wirkung ihres Widerspruchs von Dezember 2017 gegen die Rodung wiederherzustellen.

Die Rodungsgenehmigungen beziehen sich nach Angaben des Regierungspräsidiums auf eine Fläche von insgesamt 13,56 Hektar Wald, hiervon betreffen 11,11 Hektar die dauerhafte und 2,54 Hektar die befristete Waldinanspruchnahme, die innerhalb von drei Jahren wieder aufgeforstet werden muss.