Die Genehmigung für die zwölf Windräder auf der Länge ist weiterhin nicht in Sicht. Der Petitionsausschuss des Stuttgarter Landtags wird die fünf Petitionen auch am heutigen Donnerstag, 25. Januar, nicht behandeln, hieß es bei der Geschäftsstelle des Ausschusses: Die Stellungnahmen der Fachbehörden seien immer noch nicht da. Vor einer Genehmigung der Rodung von 11,6 Hektar Wald wartet das Regierungspräsidium Freiburg nach eigenen Angaben das Ergebnis des Petitionsausschusses ab.

Bisher liegen fünf Petitionen vor: eine für den Schutz des Rotmilans, eine wegen der Wasserschutzgebiete; eine zum Thema „Natur vor Windenergie“, eine gegen die Waldrodung, und eine für eine Umweltprüfung. Indes mehrt sich die Kritik, weil bei Stürmen durch Windstrom-Rekorde ein Kollaps der Stromnetze droht. Und die Energieerzeuger machen Abnehmern den überschüssigen Strom mit Prämien schmackhaft, die der Verbraucher bezahlt. 2017 sei es an 24 Tagen zu Stromnegativpreisen gekommen, berichtete die "Welt", in den ersten 16 Tagen 2018 bereits fünf Mal.

Bei dem Sturm Herwart am 29. Oktober beziffert das Wirtschaftsmagazin für Energiezukunft (bizz energy) die negativen Börsenpreise auf 69,19 Millionen Euro. Der Biologe und Naturschützer Wolfgang Epple kritisiert, dass der Naturschutz in der Diskussion über die Windkraft in den Hintergrund gedrängt werde. Er plädiert für eine ganzheitliche Betrachtung der Natur und Schöpfung und zitiert dazu auch die Enzyklika "Laudato si" von Papst Franziskus.