Zwei ausgewiesene Kenner der Blumberger Stadtgeschichte laden zusammen mit dem Verein für Geschichte und Naturgeschichte der Baar zum Vortrag „Blumberg vor Eisen und Bahn“ ein: der bekannte Heimatforscher und Autor mehrerer Bücher Bernhard Prillwitz und der frühere Stadtbaumeister August Zeller. Der Vortrag und Rundgang durch das vorindustielle Blumberg ist am Samstag, 21. September, von 14 bis 17 Uhr im Feuerwehrgerätehaus.

Die bewegte vorindustrielle Vergangenheit von Blumberg ist spannend und abwechslungsreich, so der Baarverein in einer Pressemitteilung. Sie fängt schon in der Steinzeit an, führt über die Hügelgräberperiode bis in die römische Besatzungszeit. Die schrecklichen Geschehnisse des Dreißigjährigen Krieges können durch zahlreiche Bodenfunde beleuchtet werden und verraten, wie die stolze Burg endete. Als fürstliches Oberamt war Blumberg auch für das Hohe Gericht in der Gegend zuständig. So wurden die Löffinger Hexenprozesse 1635/36 bei denen über 30 Personen hingerichtet wurden, in Blumberg verhandelt.

Aber es sind auch zahlreiche sakrale Kunstschätze in der Vergangenheit entstanden, die Blumberg und seine Ortsteile auszeichnen. Aber bei der Betrachtung von Blumbergs Vergangenheit, kann man den prägenden Einfluss der Doggererzzeit nicht übergehen. Sophie Scholl und das Bergmannsdenkmal erzählen spannende Details, die größtenteils noch nicht bekannt sind. Die lange Zeit der Blumberger Geschichte kann natürlich nur in ausgewählten Ereignissen dargestellt werden. Der anschließende Stadtrundgang mit August Zeller zeigt den Besuchern die historischen Stätten und erklärt, wie es einmal war und warum heute nicht mehr.