Blumberg – Die Stadtbibliothek Blumberg feiert diesen Monat ihren 30. Geburtstag, doch die von vielen geschätzte Einrichtung kämpft gegen den Trend. Das machte der Jahresbericht 2018/2019 von Evelyn Zach und Petra Gehringer am Donnerstag im Haupt- und Finanzausschuss deutlich.

Die Ausleihe physikalischer Medien, dazu zählen Bücher, DVDs, CDs, Konsolenspiele wie Play Station, Zeitschriften, Comics, Gesellschaftsspiele sowie ein Tolino Epos, sank in vier Jahren von 34 336 auf aktuell noch 20 500, das ist ein Rückgang um 40 Prozent.

Zuwachs bei der Onleihe

  • Onleihe: Die Zahl der aktiven Leser stieg von 100 Leser im Jahr 2016 auf 123 im Vorjahr und aktuell 127, die Zahl der Ausleihen hat sich von 2205 im Jahr 2016 auf aktuell 4363 fast verdoppelt, wobei es 2018 sogar 4800 Ausleihen waren. Stadtrat Dieter Selig (CDU) fragte nach den Kosten für die Onleihe. Die Antwort von Evelyn Zach: Die Onleihe sei ein Verbund von 21 Bibliotheken, die Kosten richteten sich nach der Einwohnerzahl mit 14 Cent pro Kost, Blumberg bezahle dafür 1400 Euro im Jahr sowie rund 1000 Euro Betriebskosten.
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  • Leseausweise: Die Zahl der aktiven Leseausweise, also derjenigen, die persönlich in die Bibliothek kommen um die Angebote zu nutzen und beispielsweise etwas auszuleihen, sank in den letzten Jahren, allein vom Vorjahr bis jetzt von 912 auf aktuell noch 770. Ein Ansatz in der Diskussion war, dass der Ausweis nach einem Jahr abläuft.

Änderung angeregt

  • „Erhält man eine Erinnerung“, fragte Stadtrat Luis dos Santos (SPD). Die Antwort von Evelyn Zach: Bisher nicht, es sei die Frage, „ob unser Programm das kann“. Bürgermeister Markus Keller hielt die Anregung für nachdenkenswert, Stadtrat Horst Fürderer (CDU) regte an, dass sich der Ausweis automatisch verlängern sollte, wenn er nicht vorher gekündigt werde.
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  • Vorteile: Zentrale Lage, 300 Quadratmeter Fläche verteilt auf zwei Ebenen, Barrierefreiheit auf allen Stockwerken; helle und freundliche Räumlichkeiten, ein attraktiver Medienbestand, Onleihe, 14,5 Stunden in der Woche geöffnet, zwei Teilzeitkräfte (64 Prozent und 43 Prozent), sechs ehrenamtliche Kräfte, darunter die vier Vorlesepaten für den Lesewürmertreff am Donnerstag um 15 Uhr für Grundschulkinder, und zwei Kräfte, die dafür zuständig sind, dass die zurückgebrachten Medien wieder in die Regale eingeordnet werden.
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  • Klassenführungen: Voriges Jahr nutzten zwei Schulklassen das Angebot, was Stadtrat Dieter Selig erschreckend fand. Das sei lehrerabhängig, erklärte Evelyn Zach, wobei Rektorin Angelika Sitte eine aktive Leserin sei. Stadtrat Hannes Jettkandt (Freie Liste) regte an, das sich das Team einen Termin in der Gesamtlehrerkonferenz geben lassen sollte, sein Kollege, der frühere Realschulrektor Rainer Gradinger, bekräftigte dies.
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  • Stadtrat und Lehrer Matthias Fischer (CDU) sagte, früher hätten sie mit den Neunt- und Zehntklässlern Abhandlungen über Bücher gemacht und seien dafür in die Bibliothek gegangen. Vor eineinhalb Jahren hätten sie dies geändert. Nun müssten die Schüler ein Buch für die Prüfung lesen, würden sie aber kaufen und nicht mehr ausleihen.
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  • Kundengewinnung: Kinder und Jugendliche, Kindergärten und Schulen, um die wieder verstärkt geworben werden soll, bei den Erwachsenen Autorenlesungen, angedacht sind Spieleabende und ein Lesekreis sowie bei den Senioren einen Bücherlieferdienst.
  • Weitere Angebote: eine Kaffee-Ecke, Fotokopien und Ausdrucke, ein Bücherbaum gegenüber der Bibliothek und ein zweiter Bücherbaum im Panoramabad, und die Bibliothek beteiligte sich an der Weihnachtsstiefel-Aktion in der Stadt.

Öffnungszeiten

Aktuell

Dienstag 14.30 – 18 Uhr

Mittwoch 14.30 – 18 Uhr

Donnerstag 14.30 – 18 Uhr

Freitag 10 – 12 Uhr

Samstag 10 – 12 Uhr

Aufgrund einer Besucherumfrage und eines Besucherzählers wird vorgeschlagen, dienstags noch von 10 bis 12 Uhr zu öffnen oder freitags und samstags von 9.30 bis 13 Uhr.