Nach dem Crash der Piper vor vier Jahren kaufte der Verein zwei gebrauchte Motorsegler, die für Schulungszwecke, Schleppen und Rundflüge Verwendung fanden. Diese wurden verkauft, da es nicht sinnvoll erschien, zwei Schulungs- und Schleppflugzeuge einzusetzen.

Der LSV erwarb im vorigen Jahr den Turbo-Falken, ein Motorsegler, der allen Vorstellungen der Vereinsverantwortlichen entsprach. Beim Sommerfest des Vereins im Sommer 2016 taufte Bürgermeisterstellvertreter, Matthias Fischer, den Flieger auf den Namen „Stadt Blumberg“. Das Flugzeug sei, sehr zur Freude der unter dem Himmel von Blumberg wohnenden Bürgerinnen und Bürger, äußerst geräuscharm, war vom LSV-Chef Detlef Greitmann zu hören. Die Lärmbelästigungen, vor allem an den Wochenenden und bei Veranstaltungen, seien nunmehr um die Hälfte reduziert worden.

„Der Geräuschpegel hat sich gefühlt halbiert“

Somit neigt sich ein nahezu 60-jähriges, geräuschintensives Ärgernis seinem Ende entgegen. Seit der Vereinsgründung im Jahr 1957 kreisen die geräuschlosen Segelflieger und die lauten Motorsegler am Himmel über Blumberg. Es werde sich jetzt erweisen müssen, ob das neue Sportflugzeug auch den Vorstellungen der Zollhäuser entspreche, so der Vorsitzende. Er sei fest davon überzeugt, dass sich der Motorsegler, der erstmals 2011 bei der Luftfahrtmesse in Friedrichshafen vorgestellt wurde, bewähre. „Der Geräuschpegel hat sich gefühlt halbiert“, sagte Greitmann.

Sein Bestreben sei es, sich auf die gute Weiterentwicklung des Vereins, vor allem in der Nachwuchswerbung und Schulung der Jugend, zu konzentrieren“, bekannte Detlef Greitmann. „Für dieses Jahr haben wir bei der Stadt Blumberg einen Antrag auf Fördermittel in Höhe von 5000 Euro gestellt. Da wir den Antrag nach Ansicht der Stadt Blumberg zu spät eingereicht haben, wurden die Mittel um 1500 Euro gekürzt“, ließ Detlef Greitmann den SÜDKURIER wissen. Noch sei das Flugzeug nicht gänzlich bezahlt worden und stehe bis 2018 noch im Besitz des Voreigners. Und somit habe der Verein eigentlich fristgerecht den Antrag auf Fördermittel gestellt, meinte Detlef Greitmann.

Dazu gab Nicole Schautzgy, Hauptamtsleiterin der Stadt Blumberg, kompetente Auskunft: „Bei den Haushaltsberatungen der Stadt stand auch das Thema Vereinsförderung auf der Tagesordnung“, so Schautzgy. „Unter anderem wurde dabei der LSV mit 3500 Euro begünstigt“ ergänzte sie. Die beantragten 5000 Euro Fördermittel für den Erwerb des Motorseglers wurden um 1500 Euro gekürzt, da der LSV nicht die Kriterien für einen derartigen Zuschuss erfüllt habe, die da wären: Erst die Fördermittel beantragen, dann nach Bewilligung den Kauf tätigen, wies Nicole Schautzgy in aller Deutlichkeit hin.
 

Das Flugzeug „Stadt Blumberg“

Das auf den Namen der Eichbergstadt getaufte Sportflugzeug verfügt über 115 PS. Es hat eine Spannweite von 15,3 Meter und ist 7,6 Meter lang“, sagte Karl Gehrke, der vor vier Jahren den Vereinsvorsitz an Detlef Greitmann abgab und ins zweite Glied zurückgetreten war. Der Tankinhalt reiche für eine Flugzeit von vier bis sechs Stunden und rund 212 Kilometer, ergänzte Gehrke.