Epfenhofen – Felix Scheuch ist mit 24 Jahren der zweitjüngste Stadtrat von Blumberg. Er wurde auf der CDU-Liste für Epfenhofen gewählt und löst Markus Merk ab, der weniger Stimmen erhielt. „Ich war selbst überrascht, in den Gemeinderat gewählt zu werden“, sagt er. Er habe kandidiert, weil er von verschiedenen Leuten darauf angesprochen worden sei.

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Nach zwei Sitzungen vor der Sommerpause, in die er hineinschnupperte, geht es für ihn im September richtig los. Er wurde in Stühlingen geboren und wuchs in Epfenhofen auf. Seine Eltern sind Hubert und Gisela Scheuch. Felix hat zwei ältere Geschwister, einen Bruder und eine Schwester. Seit Kurzem arbeitet er in der benachbarten Schweiz. Die Drei-Schichtarbeit bei seinem früheren Arbeitgeber habe ihn zu sehr belastet, erklärt er.

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„Ich bin leidenschaftlicher Museumsbahnfan“, bekennt er. Mit 13 Jahren machte er ein Praktikum bei der Sauschwänzlebahn. Später absolvierte er eine Ausbildung zum Heizer. Nach der Umstrukturierung der Museumsbahn wechselte er zu den „Dampflokfreunden Schwarzwald„, deren Vorsitzender der frühere Blumberger Lokführer Valentin Stöckle ist.

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„Mein Wissen über die historischen Lokomotiven und Züge möchte ich in den Gemeinderat einbringen“, betont Felix Scheuch. Er ist bei der Schneckenzunft und der Freiwilligen Feuerwehr Epfenhofen aktiv.

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Von März bis Oktober steigt er auf seine Ducati panigale, ein großes Motorrad. Er fahre sportlich und mit Bedacht, sei kein Raser, versichert er. Für die Klagen vieler Menschen über Lärmbelästigung hat er Verständnis. „Man kann mit einem Motorrad auch etwas ruhiger fahren“, meint er. Die Autobahn meidet er, fährt lieber auf Bundes- und Landstraßen. Aber auch das Fahrrad hat es ihm angetan.

Radweg nach Zollhaus

Ein wichtiges Ziel ist für den jungen Stadtrat die Einrichtung eines neuen Radwegs von Epfenhofen nach Zollhaus. Die „Wanne“, wie die Straße von Epfenhofen nach Blumberg im Volksmund heißt, sei viel zu steil und gefährlich für die Radfahrer. Er sieht zwei Lösungsansätze: am Viadukt hoch oder durch den Wald. Der neue Radweg müsse gut befahrbar und vor allem finanzierbar sein.

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Felix Scheuch ist klar, dass die Stadträte für die Gesamtstadt verantwortlich sind. Ein Schwerpunkt ist für ihn, Baugebiete mit Wohnraum zu schaffen. Obwohl er in zwei Schichten arbeitet, nimmt er sein Stadtratsmandat sehr ernst. Die Gesellschaft brauche das Ehrenamt, betont er. Ohne das könnten die Vereine und auch eine Museumsbahn nicht existieren. Selbstverständlich wird er eng mit dem Ortschaftsrat zusammen arbeiten. Er will in Epfenhofen bleiben. „Hier gefällt es mir, ich brauche keine Großstadt“, sagt er.