Beim Ausflug in eine vielleicht vergangene Zeit, so die Vorsitzende Angelika Sedlak bei der Begrüßung, ließen die Schützlinge von Musikdirektor Michael Jerg in mystischer, historischer, legendärer und gigantischer Hinsicht keine Wünsche offen, sei es bei dem Stück "Saga Candida", das die Hexenverfolgung drastisch wiederspiegelte, bei "Roger Cicero on Stage", das an den erst im Frühjahr verstorbenen Deutschjazzer erinnert, oder bei der "Abba Symphonic", mit Welthits der legendären schwedischen Popgruppe. Die Konzertbesucher waren restlos begeistert und sparten nicht mit herbstlich-freundlichem Applaus.

Mit "Firework" zündeten die eichbergstädtischen Musiker gleich zu Beginn eine konzertante Rakete nach der anderen und sprühten sichtlich vor Spielfreude. Diese Stimmung übertrug sich schnell auf das Publikum, auch wenn die Hexenverfolgung in "Saga Candida" eher myhtische und schwermütige Klänge hervorbrachte. Für überschwängliche Wohlfühlklänge auf ihrer Posaune sorgte anschließend Susi Freitag, die zusammen mit Werner Vogt erneut für eine stimmungsvolle Programmführung sorgte, bei "Feeling Good" von Stefan Schwalgin.

Die Glocken von Notre Dame standen immer wieder im Mittelpunkt der Geschichte um Quasimodo und die Zigeunerin Esmeralda, die mit dem Tod des Glöckners ein tragisches Ende nimmt. An einen großen deutschen Musiker und Komponisten erinnerten die Blumberger Instrumentenspieler bei "Roger Cicero on Stage". Imperialische Marschmusik mit klassischem Hintergrund machen alle sieben "Star Wars Saga" Filme zu einem monumentalen Gesamtwerk, was auch beim Konzert rüber kam. Im Takt mit dem Kopf nickende und mit den Füssen wippende Zuhörer bestimmten den Ausflug in den typischen amerikanischen Swing, der unter dem Namen von Glenn Miller in der ganzen Welt zuhause ist.

Bei "Abba Symphonics" hatten dann die Schmieder-Sisters Anja, Regina und Sabine ihren großen Auftritt und überzeugten unter anderem bei "Waterloo" und "Thank you for the Music" mit Sangesfreude pur. Ihr stimmliches Können und Temperament stellten die Schwestern auch bei Tina Turners Version von John Foggertys Welthit "Proud Mary" unter Beweis, mit der sich die Stadtkapelle Blumberg von ihrem Publikum verabschiedete – beziehungsweise verabschieden wollte. Natürlich kamen die auch von der Hitze auf der Bühne gezeichneten Musiker nicht ohne zwei Zugaben davon. Mit "Hallelujah" und Puccinis "Nessun Dorma" gingen Musiker und Zuhörer endgültig zum gemütlichen Teil des Abends über.

Die Leihgabe

Beim Herbstkonzert hatte die Stadtkapelle mit Albert Schafbuch von der Stadtmusik Hüfingen einen Gastspieler in ihren Reihen. Dieser musste Hilmar Schmid, der vor zwei Jahren aufgehört und eine große Lücken hinterlassen hat, am Xylophon und Glockenspiel ersetzen. Für seinen Einsatz überreichte ihm Susi Freitag einen Rucksack, gefüllt mit Bier – als Wegzehrung für weitere Einsätze in Blumberg.