Blumberg – Fünfundsiebzig Jahre wird am heutigen Mittwoch Walter Fricker, der langjährige Ortsvorsteher von Riedböhringen. 1941 kam der Jubilar zur Welt und ist als echter Riedböhringer seinem Heimatort immer zutiefst verbunden geblieben. Als einziger Sohn seiner Eltern Hermann und Johanna Fricker besuchte er die Schule im Ort, ging dann zur Fortbildungsschule und besuchte später die Landwirtschaftliche Fachschule. 1979 übernahm Walter Fricker die elterliche Landwirtschaft, war aber dazu vierzig Jahre lang in der Achsenfabrik Überle in Riedböhringen tätig.

  • Die Anfänge: Politisch interessiert und engagiert wurde Walter Fricker 1974 in den Ortschaftsrat gewählt. Es war die Zeit kurz nach der Eingemeindung nach Blumberg, Ortsvorsteher war der frühere Riedböhringer Bürgermeister Martin Buri. 1980 wurde Walter Fricker Mitglied im Blumberger Gemeinderat.
  • Ortsvorsteher: Von 1987 bis 2004 war er Ortsvorsteher in Blumbergs größtem Ortsteil. In diese Jahre fielen viele Entscheidungen, die das Riedböhringer Ortsbild entscheidend geprägt haben. Im Zuge der Ortsumgehung der B 27 stand die Flurbereinigung an und dazu der Beginn des neuen Baugebietes Aitental. Wichtig war auch die Ausweisung des kleinen Gewerbegebietes Belz-wies, heute wird deutlich, wie wichtig funktionierende Gewerbegebiete für eine kleine Gemeinde sind.
    „Da geht was“, Walter Fricker freut sich immer über jeden Fortschritt für den Stadtteil.
  • Kardinal-Bea-Museum: In seine Amtszeit fiel auch der Kauf des alten Elternhauses von Kardinal Bea und der folgende Umbau samt Sanierung und Neugestaltung zum heute kleinen aber feinen Museumskleinod. Hier brachte sich Walter Fricker auch als aktiver langjähriger Mitarbeiter ein und war 15 Jahre Gründungsvorsitzender des Kardinal-Bea-Fördervereins. Der Förderverein hat sich zur Aufgabe gemacht, das Wirken des großen Heimatsohns Kardinal Bea zu würdigen. Heute hat er diese Aufgabe in jüngere Hände gelegt.
  • Vereine wichtig: Am Herzen lag dem Jubilar auch die Förderung der Vereine. Feuerwehr und Landfrauen fanden neue adäquate Domizile im ehemaligen Farrenstall. Ausgesprochen charmant hat sich in seiner 17-jährigen Amtsperiode das Ortsbild verändert und bei all dem kommunalpolitischen Engagement nahm sich Walter Fricker für örtliche Vereine Zeit. Vom Schützenverein erhielt er die Ehrennadel, war 40 Jahre bei der Feuerwehr und sang im Männergesangverein mit. Mit seiner Frau Heidi, geborene Blessing, die 1997 starb, hat er drei Kinder, die mit ihren Familien alle in Riedböhringen leben.
  • Positive Bilanz: Walter Fricker zieht ein positives Resümee. Dankbar weist er auf die immer konstruktive Zusammenarbeit im Ortschaftsrat während seiner Ortsvorsteher-Ägide hin, ohne die all die Änderungen und Erneuerungen im Ort nicht möglich gewesen wären. Und so freut sich Walter Fricker auf seinen Geburtstag, den er mit seiner Lebensgefährtin und den Familien seiner Kinder feiern wird.