Bürgermeister Markus Kellers neuer Dienstwagen, ein Audi A7 Sportback mit 326 PS (wir berichteten), stößt in Blumberg auf geteilte Meinungen. Während die meisten Befragten dem Schultes sein Oberklassemodel zu offensichtlich sehr gut ausgehandelten Konditionen gönnen, regen sich auch einige kritische Stimmen.

Susanne Freitag sieht das neue Auto aufgrund des erfolgreichen Verhandlungsgeschicks als gerechtfertigt an. "Wenn die Leasingrate günstiger ist, kann er von mir aus auch einen Porsche fahren. Ich bin selbst auch begeisterte Autofahrerin und würde mich über solch einen Dienstwagen freuen. Und als Oberhaupt der Stadt steht es ihm auch zu."

Richard Längler sieht das ähnlich. "Ich selbst finde es gut. Mich ärgert eigentlich nur, dass die Bürgermeister wohl bessere Konditionen bekommen als wir." Auch Christian Deschle sieht keinen Grund zur Beanstandung. "Ich habe damit kein Problem. Irgendjemand hat den Wagen ja auch genehmigt." "Warum nicht. Mich stört es überhaupt nicht und ich gönne ihm das auch von Herzen. Ich selber finde es sehr traurig, dass so was überhaupt diskutiert wird. Er hat es doch nicht selbst entschieden. Außerdem macht er seinen Job super gut. Jung und dynamisch. Perfekt. Blumberg hat sich zum Positiven entwickelt. Jedem das, was er verdient," meint Anja Grabs.

Eine Blumberger Bürgerin, die nicht namentlich genannt werden will, erachtet den neuen Wagen allerdings als eine Nummer zu groß. "Ich finde es schon übertrieben, so ein Auto als Blumberger Bürgermeister zu fahren. In größeren Städten fahren die Bürgermeister kleinere Autos , das würde doch auch reichen."

Auch Andreas Arlt hinterfragt die Notwendigkeit eines solchen Oberklassewagens, wenngleich er auch deutlich macht, dass es durchaus dringendere Themen zu diskutieren gibt. "Günstiger hin oder her... Es steht eher die Frage im Raum, ob dieses Luxusmodell für Blumbergs Bürgermeisters notwendig ist. Wenn hier eine mittlere dreistellige Leasingrate im Raum steht, sprechen wir von gut 400 bis 500 Euro. Da tut es auch eine weniger potente Marke, um von A nach B zu kommen. Aber schlussendlich gibt es Dringlicheres, als sich tagelang über das Fortbewegungsmittel unseres Bürgermeisters auszulassen."

Sabine Schmid schätzt das Verhandlungsgeschick des Blumberger Bürgermeisters, kritisiert aber das zu wenig ausgeschöpfte Einsparpotenzial. "Toll, dass er gut verhandeln kann. Das hätte jedoch bei einem ausreichenden Mittelklassewagen zu mehr Ersparnis für Blumberg geführt. Ich finde das nicht richtig."