CDU-Fraktionssprecher Dieter Selig hatte die Verwaltung gebeten zu prüfen, ob im Zuge des am Eichberg entstehenden Schulcampus mit allen vier Schulen in der Kernstadt die Stadtbibliothek räumlich mit eingebunden werden kann. Sprich, ob die Bibliothek vom bisherigen Standort beim Marktplatz hoch an den Eichberg verlegt werden könnte. Doch dagegen regt sich Widerstand.

Ursula Pfeiffer, SPD-Fraktionssprecherin, kann den Vorstoß der CDU nicht verstehen. Eine Einrichtung wie die Blumberger Stadtbibliothek gehöre in die Stadtmitte und nicht hoch an den Eichberg, sagte die Stadträtin. Für viele Menschen in der Stadt sei die Bibliothek „wie ein Wohnzimmer“, eine „gute Stube“. Pfeiffer, die die Stadtbibliothek seit ihrer Gründung 1989 regelmäßig nutzt, trifft dort nach eigenen Angaben auch viele ältere Leute. Auch viele Auswärtige kämen in die Bibliothek, es sei gut, dass sie auch am Samstagvormittag geöffnet habe. Zudem sei am Samstag gegenüber der Bibliothek auch der Wochenmarkt auf dem Marktplatz.

Hannes Jettkandt, Sprecher der Freien Liste, hatte den Vorstoß der CDU zum jetzigen Zeitpunkt als zu früh erachtet. Er sagte auf Anfrage, die Stadtbücherei sei ein Anlaufpunkt und Zentrum für die ganze Blumberger Bevölkerung, ganz besonders auch für Familien mit Kleinkindern. Persönlich äußerte er, so eine Einrichtung wie die Stadtbibliothek gehöre in die Stadtmitte.