Was Blumberg für den Klimaschutz tun kann, darüber berichtete Tobias Bacher von der Energieagentur des Schwarzwald-Baar-Kreises im Gemeinderat. Dabei ging es um die „Einstiegsberatung Kommunaler Klimaschutz„, die die CDU-Fraktion 2015 ins Rollen gebracht hatte. Bacher war nach eigenen Angaben 15 Tage unterwegs, sie hätten alle städtischen Gebäude begangen. Die gute Nachricht: „Ihr Bauamt tut schon etwas“, so wurden die Hausmeister schon geschult. Bacher zeigte den Entwurf für einen Maßnahmenkatalog. Kurzfristig könnte man das Vorschlagswesen mit den Bereichen Enegieeffizienz und Klimaschutz erweitern, weiterhin zertifizierten Ökostrom kaufen und den Hausmeistern eine Regelung für Energie an die Hand geben.

Arbeitsgemeinschaft angeregt

Mittelfristig wäre das Erstellen einer CO2-Bilanz (alle vier Jahre) hilfreich sowie das Schaffen einer Stelle für den Bereich Energie und Klimaschutz sowie kommunales Energiemanagement. Langfristige Ziele wären zum Beispiel das Festlegen von Einsparzielen sowie eines Pfads zur Reduzierung der CO2-Emission sowie eine Zielsetzung zum Einsatz erneuerbarer Energien in städtischen Liegenschaften. Außerdem schlug Tobias Bacher vor, eine Arbeitsgemeinschaft Klimaschutz zu gründen.

Bürgermeister Markus Keller wies darauf hin, dass es im Klimaschutz hier schon Bemühungen gab, bevor die großen Diskussionen aufkamen. Einige Punkte hätten sie schon umgestellt, unter anderem hätten sie jetzt eine nachhaltigere Papierbeschaffung. Und Keller wies darauf hin, dass bei neuen Bauplätzen die „Chance auf Ökologie“ bestehe. Stadtrat Hannes Jettkandt (Freie Liste) regte an, in die AG Klimaschutz auch Mitglieder des Gemeinderats oder kompetente Bürger zu entsenden ähnlich wie bei der Friedhofskommission, um die Bürger beim Klimaschutz mitzunehmen. Der Bürgermeister fand den Vorschlag gut.

Stadtrat Dieter Selig (CDU) wies darauf hin, dass die CDU den Antrag 2015 gestellt habe, weil der Bürgermeister ein Jahr zuvor einen CDU-Antrag, den Energieverbrauch der städtischen Gebäude feststellen zu lassen, abgelehnt habe mit der Begründung, dies würde zu viel Personal binden. Jetzt sei man auf einem guten Weg. Stadtrat Horst Fürderer (CDU) erfuhr auf Nachfrage, dass private Haushalte bei der kommunalen Einstiegsberatung nicht berücksichtigt werden.

Wichtig ist der CDU-Fraktion laut Dieter Selig ein abgestimmtes Vorgehen, auch im Zusammenhang mit Förderprogrammen. Zuerst sollten die nicht investiven Maßnahmen angegangen werden, dass man zum Beispiel eine Heizungseinstellung in einer Halle oder in einer Schule optimiert. Danach sollten gering investive Maßnahmen begonnen werden und erst zuletzt Maßnahmen mit einem größeren Investitionsvolumen, jeweils unter Beachtung der Förderprogramme.