Der Schäferhundeverein (SV) Blumberg/Epfenhofen blickt auf 70 Jahre intensive Arbeit mit den bellenden Menschenfreunden zurück. Der heute wegen der großen Teilnehmerzahl von 53 angemeldeten Hundehaltern beginnende Wettkampf wird am morgigen Samstag am Vereinsheim auf der Ottilienhöhe fortgesetzt.

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Anfang 1949 war die Geburtsstunde des Vereins. Der Übungsbetrieb fand in Stühlingen und Epfenhofen statt. Am 12. August 1949 wurde der Verein vom SV-Dachverband anerkannt und nannte sich fortan SV OG Blumberg-Epfenhofen. Am 14. Februar 1972 begann eine Ära, die bis heute mit einer kurzen Unterbrechung anhält: Das Amt des Vorsitzenden wurde von Franz Dörr aus Blumberg übernommen.

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Zunächst befand sich das Übungsgelände in Epfenhofen/Stühlingen, dann in Blumberg, wo heute ein Einkaufsmarkt steht. Ab 1954 trainieren die Hundebesitzer mit ihren Lieblingen auf der Ottilienhöhe. 1957 wurde mit der Stadt ein Erbpachtvertrag über 99 Jahre abgeschlossen. 1957 erfolgte der Bau des Vereinsheims. 1959 verlegte die Elektrofirma Schäfer aus Epfenhofen die Stromleitung für den Schützen- und den Schäferhundeverein. 1980 wurde der Übungsplatz erweitert, 1996 der überdachte Freisitz angebaut.

Dass Franz Dörr 46 Jahre den Vorsitz innehat, ist einmalig im Schäferhundeverband. Er ist dazu seit 39 Jahren internationaler Leistungsrichter. „Leider muss ich zum Jahresende aufhören, da die Altersgrenze für diese Tätigkeit bei 70 Jahren liegt“, bedauert er. Durch diese verantwortungsvolle Aufgabe kam er weit in der Welt herum. „Ich war als Ausbilder der Verbände in den USA, in Indonesien und Kanada„, berichtet er. Viele Jahre war Franz Dörr auch Zuchtmeister. „Ich habe Welpen mit Namen von A bis Z zusammen mit den Hundemüttern großgezogen“.

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Die Hundeliebe hat bei ihm angefangen, da war er erst 12 Jahre alt und lebte in Riedöschingen. Von einem Schäfer erwarb er für einen Laib Brot und Hundefutter einen jungen Hund und nannte ihn Rex. „Leider konnte ich ihn nicht lange behalten, weil er meine Geschwister immer wieder zwickte.“ Erst nach seiner Heirat 1968 mit Eleonore Stotz kam wieder ein Hund ins Haus. Er hatte den 15 Monate alten Langhaarschäferhund im Tierheim Donaueschingen gekauft. Beim Spazierengehen kam er zum Übungsgelände an der Ottilienhöhe und ließ das muntere Tier über die Hürden springen. Unter Anleitung von Adolf Schäfer und Jürgen Ritzi machten er und sein Hund Ausbildung und Prüfung. Fußball beim FC Riedöschingen und Musizieren mit dem Flügelhorn beim MV waren dann nicht mehr möglich. „Natürlich bin ich auch schon von Hunden gebissen worden, aber eher selten. Das waren Tiere mit schlechter Erziehung und die mussten dann weg“, erinnert er sich. Da er sich fit fühlt, will Franz Dörr nach seinem Ende als Leistungsrichter als Vorsitzender weitermachen und auch sonntags im Vereinsheim sein. Bei den Wettkämpfen heute kann sich die Bevölkerung ein Bild davon machen, was gut ausgebildete Schäferhunde alles drauf haben.

Gut für das Fest zum 70. Vereinsgeburtstag vorbereitet zeigen sich der Vorsitzendes des Schäferhundevereins Franz Dörr mit der 13 Monate alten Cassy und die Schriftführerin Susanne Schneider mit dem sechsjährigen Rottweiler Orso am Vereinsheim. Bild Gernot Suttheimer
Gut für das Fest zum 70. Vereinsgeburtstag vorbereitet zeigen sich der Vorsitzendes des Schäferhundevereins Franz Dörr mit der 13 Monate alten Cassy und die Schriftführerin Susanne Schneider mit dem sechsjährigen Rottweiler Orso am Vereinsheim. Bild Gernot Suttheimer