Blumberg – Reges Interesse herrschte an der Exkursion des SÜDKURIER am Samstag mit Friedrich Kretzschmar von der Höheren Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium Freiburg und dem Schmetterlingsexperten Stefan Hafner aus Löffingen. Unter den 18 Teilnehmern waren mehrere, die sich selbst in irgendeiner Form für die Natur engagieren, im Hegering oder anderen Vereinen, mit dabei war auch ein Experte für Kleinschmetterlinge.

Seltene Schmetterlingsarten zu sehen

  • An seltenen und bedrohten Schmetterlingsarten erlebten die Teilnehmer den Gelbringfalter, einer der am stärksten bedrohten Tagfalter in Deutschland, so Stefan Hafner. An der Ottilienhöhe sahen sie einen frisch geschlüpften Großen Schillerfalter, der sonst im Wald kaum zu sehen ist, weil er lebhaft hin- und herflattert. Da er frisch geschlüpft war, musste er seine Flügel erst einmal mit Sonnenenergie auftanken bevor er zur Aktivität erwachte, sodass die Gruppe ihn zehn Minuten lang beobachten und sogar fotografieren konnte.

Großes Braunauge beobachtet

  • Weitere beobachtete Arten waren das große Braunauge, der Mauerfuchs, der Feurige Perlmutterfalter und das Große Fünffleckwidderchen. Der Blumberger Buchberg-Südhang gilt bei den Schmetterlingsexperten als einer der Bereich in ganz Deutschland, wo die meisten Widderchen-Arten beobachtet werden können. die Widderchen oder auch Blutströpfen sind Schmetterlingen, die durch ihre kontrastreiche Färbung von roten Punkten auf schwarzem Grund besonders auffällig sind.

Berglaubsänger gehört

  • Bei den Vögeln war unterhalb der Ottilienhöhe der extrem selten gewordene Berglaubsänger zu hören und sogar zu sehen, der zu den seltensten Waldvögel zählt. Unterhalb der Ottilienhöhe im Bereich der Wachholderheide konnte die Gruppe den ebenfalls gefährdeten Neuntöter beobachten, der etwas im Mund hatte.

Seltene Blumberg auf Magerrasen am Steilhang

  • Auf den Magerrasen im Steilhang leuchteten der Kugelblume, der Berggamander, der Edelgamander, Gamander-Ehrenpreis, Aufrechter Ziest, Sonnenröschen, Ochsenauge, Natternkopf und Mückenhändelwurz, eine gerade aufblühende Orchideenart. Am wärmegetönten Waldrand waren Saumarten zu sehen wie breitblättriges Laserkraut, das Immenblatt, das Breitblättriges Hasenohr oder der Bergsesel.

Informationen werden weitergegeben

  • Eine Teilnehmerin, Monika Recktenwald, die Ortsvorsitzende des Schwarzwaldvereins, freute sich besonders. Bei ihrer Sauschwänzleweg-Führung am Sonntag konnte sie ihr neues Wissen gleich weitergeben.