Der Ringzug verkehrt zwischen Blumberg und Immendingen ab dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember werktags nur noch vier Mal in jede Richtung, damit wurde die Zahl der Fahrten halbiert. Morgens erreicht der erste Ringzug Blumberg so spät, dass Berufspendler ihn nicht mehr nutzen können, die letzte Fahrt abends ist um 17.50 Uhr. Doch unerwartet kommt das Ganze nicht. Seit der Ringzug im Herbst 2004 auch bis Blumberg fuhr, kam er hier nie so richtig in den Köpfen der Blumberger Bevölkerung und der Verantwortlichen an. Zwar versuchte die Blumberger CDU unter dem Vorsitz von Stefan Scherer zwei Mal, bei Erkundungstouren mit Bus, Schiff und Bahn eine Lanze für den Nahverkehr zu brechen, wobei die Route der Nahverkehrsexperte und jetzige Mönchweiler Bürgermeister Rudolf Fluck ausgeklügelt hatte.

Dessen ungeachtet saßen im Ringszug tagsüber nur vereinzelt Fahrgäste. Zwar waren die Museumsbahn und der Tourismus ausschlaggebend für Blumberg, doch der Preis ist hoch. Vom Kosten-Nutzen-Verhältnis ist die Entscheidung richtig. In einer Region, wo seit Jahrzehnten für den Ausbau der Straßenanbindung gekämpft wird, hat es der Nahverkehr schwer. Hier gilt es, neue Ansätze und Wege zu finden, Ansätze, wie sie auch vor ein paar Jahren im Konzept der Südbaar für das Leader-Programm der EU enthalten waren, wo ein Punkt die intelligente Verknüpfung der vorhandenen Verkehrsmittel war. Doch die Südbaar kam bei der Vergabe leider nicht zum Zug. Vielleicht kann das Fahrrad bei den Verkehrsmitteln ein erster Ansatz sein, zumindest dort, wo die Topographie dies zulässt.