Wenn Firmen eine Allianz eingehen oder mit einem anderen Betrieb verschmelzen, dann ist immer von Synergieeffekten die Rede – also von positiven Wirkungen, die durch den Zusammenschluss entstehen. Auch das Eisenbahnmuseum und die geplante Moped-Technik-Welt werden sich gegenseitig befruchten, sprechen sie doch ein ganz ähnliche Besucher-Klientel an. Nämlich Menschen, die in der Vor-Computer-Ära aufgewachsen sind und sich gerne in die Zeit entführen lassen, in der geschickte Hände so ziemlich alles reparieren konnten. Da wird der Opa seinem Enkel die Zündapp KS 50 zeigen können, mit der er einst Oma zum Tanz gefahren hat. Die wiederum wird die alte Nähmaschine entdecken, mit der sie einst ihre Kleider genäht hat.

Und dann liegt das neue Museum direkt an der viel befahrenen B 27. Es braucht keine seherischen Fähigkeiten um vorherzusagen, dass zahlreiche Motorradfahrer ihre Schwarzwald-Tour mit einem Zwischenstopp in der Moped-Technik-Welt verbinden werden. Und wenn dann noch eines Tages die umtriebigen Wurzelsucher einen Platz für ihr Museum bekommen, dann könnte das Rathaus einen Blumberger Museumspfad ausweisen. Das sind doch Perspektiven, die Lust auf die Zukunft machen.