Riedböhringen – Der Riedböhringer Narrenrat feiert am Samstag, 26. Januar, sein 22-jähriges Bestehen in der Riedböhringer Mehrweckhalle.

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Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, die Mitglieder treffen sich wöchentlich zum „Narrenratstammtisch“, wo Ideen ausgetauscht und alles Nötige besprochen wird, um dem Jubiläum den letzten Schliff zu geben. Das Jubiläum beginnt um 18.30 Uhr mit einem Zunftmeisterempfang.

Neben Bürgermeister Markus Keller sind die Vertreter der örtlichen Vereine sowie der Blumberger Fasnachtsvereine eingeladen. In dieser Feierstunde werden auch die Ehrungen der Gründungsmitglieder stattfinden. Ab 19.30 Uhr laden die Narrenräte dann die ganze Bevölkerung zum Tanz mit den „Piccolos“ ein, der Eintritt ist frei. Zudem lockt der Narrenrat mit einem großen Bierstand, Barbetrieb und diversen Essen. Die Guggenmusik „Brändbach Hupä“ aus Bräunlingen hat ihren Besuch angekündigt und wird für Stimmung sorgen.

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Auf die Frage, wie denn vor 22 Jahren alles begann, meldet sich Markus Maier zu Wort. 1994 hatte sich der damalige Elferrat wegen Mitgliedermangels aufgelöst. 1996 wurden die Bergli-Hexen zum organsieren der Fastnacht verdonnert. „Ich war damals der Vorsitzende der Bergli-Hexen, also war ich in erster Linie betroffen und ich fand es überhaupt nicht gut, dass das an den Hexen hängen blieb“, erzählt Maier, der einer der drei noch aktiven Gründungsmitglieder ist. Irgendwie fanden sich dann 13 Personen, die sich als Narrenrat zusammen schlossen. „Wir waren ein bunt zusammen gewürfelter Haufen.“

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Sie nannten sich bewusst „Narrenrat“ und nicht „Elferrat“, weil damit die Anzahl der Mitglieder unabhängig wurde. Aber bevor sie miteinander Fasnacht machten, organisierten sie ein „Kinderfest“, damit sie die Kleidung für die Fasnacht 1997 anschaffen konnten.

Name "Narrenrat" bewusst gewählt

Das Wahrzeichen der Riedböhringer Narrenräte war der Baumstamm mit den Sätteln. Damit beteiligten sie sich sitzend, und von einem Traktor gezogen, an den Umzügen und läuteten vom Baumstamm aus am 11.11. die Fastnacht ein. Das alles ist Geschichte. Der Vorsitzende Daniel Schmid, dem der Schalk im Nacken sitzt, meint dazu grinsend: "Aufgrund Bürokratie, Versicherung und katastrophaler politischer Zustände ist die Betriebserlaubnis erloschen.“ Und er fügt augenzwinkernd hinzu: „Schieben oder ziehen ginge. Wir suchen noch Zugpferde!“

"Zugpferde" für den Narrenbaum gesucht

An Fastnacht organisieren die Narrenräte das Narrenbaumstellen, der Hemdglonkerumzug, die Kinderfasnet und beteiligen sich an den Programmabenden. Jedes Jahr veranstalten sie ihr Schätzspiel, bei dem der schlechteste Tipp den Narrenbaum gewinnt. Auch dabei ist die Truppe immer sehr kreativ, und so erinnern sich die Narrenräte gerne an das „Wurstsalatessen“ und das „Baumstammziehen um den Staufen“. Die stets gut gelaunten Narrenräte fiebern dem Jubiläum entgegen und würden sich sehr freuen, wenn viele mit ihnen diesen Anlass feiern.

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