Es gibt Fußballspiele und es gibt Derbys. Solch eines wurde auch am Sonntag wieder ausgetragen, als in der Bezirksliga die SG Riedöschingen-Hondingen gegen die SG Riedböhringen-Fützen antreten musste.

  • Schätzungsweise 450 Besucher sorgten für den richtigen Rahmen, die perfekten äußeren Bedingungen taten ihr Übriges dazu. Dicht gesäumt waren die Stehwälle, teils waren die Zuschauer nur wenige Meter vom Geschehen entfernt. Fußball pur halt. In der Bezirksligapartie ging es zudem um einiges, nein nicht in Richtung Meisterschaft, eher in Richtung Abstieg. Riedböhringen steht mit einer Partie mehr auf dem vorletzten Tabellenplatz, Riedöschingen drei Punkte vom wohl rettenden 13. Tabellenrang. Man darf es vorweg nehmen, es blieb mit einem 0:0, bei der Punkteteilung.
  • Dabei war gerade Trainer Jürgen Frank mit der SG Riedböhringen/Fützen angetreten, drei Punkte zu holen. "Wir wollten heute unbedingt gewinnen, und hatten auch die besseren Chancen", so Frank. "Am Ende haben wir zwei Punkte verloren". Dennoch dürfte Frank, der mit Siegfried Andräß ein Trainerduo bildet, das Ganze mit einem weinenden aber auch lachenden Auge sehen. Denn fast 90 Prozent des Gegners von Riedöschingen-Hondingen trainierte er früher in der A-Jugend, "deswegen gönne ich den Jungs vieles, aber nicht wenn sie gegen uns antreten", sagt Frank mit einem Lachen.
  • Björn Werhan, Spielertrainer von Riedöschingen-Hondingen, sah es ähnlich. "Es ist richtig, dass wir heute einen Punkt gewonnen hatten. Momentan klappt es mit dem Tore schießen nicht so gut, dafür ist unsere Abwehr eine wahre Bank". Beide betonten noch, dass es trotz fünf gelber Karten eine faire Partie war. "In einem Derby gibt es nun mal die ein oder andere Nicklichkeit", so die beiden Trainer, die zudem noch von der großen Zuschauerkulisse sehr angetan waren. Während Riedöschingen-Hondingen nun noch neun Spieltage Zeit hat, sich den Klassenerhalt zu sichern, so bleiben Riedböhringen-Fützen noch zehn Spiele um in der Bezirksliga zu bleiben. Am besten wäre natürlich für beide der Verbleib in derselben Liga, denn auch die zahlreichen Fußballfans der Region würden sich sicherlich wieder über die Neuauflage der beiden Derbys freuen.