Marc Lengsfeld löst Dieter Selig ab, der sein Amt als Vorsitzender nach neun Jahren abgab. Bemerkenswert ist dabei die Kontinuität bei Blumbergs größtem Fastnachtsverein mit rund 320 Mitgliedern. Dieter Selig, der sich künftig als Beisitzer engagiert, ist schon mehr als 30 Jahre in der Narrengesellschaft, sein Nachfolger Marc Lengsfeld engagiert sich schon seit mehr als 20 Jahren. Und Elke Bellhäuser, die neue stellvertretende Vorsitzende, ist ebenfalls schon seit mehr als 30 Jahren in der Narrengesellschaft.

Wer hier Verantwortung übernimmt, kennt den Verein, weiß, was die Mitglieder beschäftigt, was sie sich wünschen, er kennt das Umfeld und er kennt die Blumberger Fastnacht. Das galt auch schon für die Vorgänger, Sascha Engel und den Ehrenvorsitzenden Siegfried Alt. Die Narren haben es stets geschafft, neue Kräfte für Führungsaufgaben heranzuziehen und dafür zu gewinnen und die Aufgaben stets auf mehrere Schultern zu verteilen. Nur dadurch konnten sie so erfolgreich arbeiten und Verantwortung übernehmen.

Am Schmutzigen Dunnschtig sind sie federführend bei der Befreiung des Narrensamens in den Kindergärten und Schulen der Kernstadt sowie bei der Machtübernahme im Rathaus. Zudem organisieren sie den großen Umzug an Fastnachtssonntag für Blumberg und die Teilorte sowie den Kinderumzug in Blumberg. Immer wieder hatte gerade die Narrengesellschaft um ihren Vorsitzenden Dieter Selig neue Ideen, pflegten mit den Zünften der Stadt das Miteinander.

Bleibend ist der neue Narrenbrunnen mit dem Gänseliesel in der Kernstadt an der Ecke Hauptstraße/Friedhofstraße, wo sich insgesamt sieben Zünfte mit ihren Wappen vereint haben. Doch künftig brauchen die Narren allerdings wohl ein noch dickeres Fell, nicht zuletzt wegen der zunehmenden Hürden durch die Bürokratie. So hatte das Landratsamt für die Umzüge der letzten Saison zunächst sehr strenge Sicherheitsvorschriften erlassen und diese erst nach heftigem Protest der Narren und ihrer Vereinigungen wieder etwas gelockert. Sichtbares Zeichen waren Umzüge ohne einen Wagen, und der Narrenbaum wurde dieses Jahr ertsmals nicht mehr von einem närrischen Lindwurm mit der Stadtkapelle begleitet sondern er kam per Lastwagen. Unter derartiger Bürokratie leidet das närrische Brauchtum. Den Verantwortlichen der Narrengesellschaft – und der Zünfte – wünschen wir ein dickes Fell, und weiterhin viel Erfolg: für eine glückselige Fastnacht.