Wenn die Sitzplätze für die Gäste nicht ausreichen, dann ist das für den Veranstalter immer ein gutes Zeichen – so wie beim Programmabend in Hondingen, bei dem Hildegard Eisele als Vorsitzende der Bäschili-Glöckli im Namen der Hondinger Vereine so viele Zuschauer im Gemeinschaftshaus begrüßen konnte, dass dieses aus den Nähten zu platzen drohte.

Nach dem Brauchtumstanz standen Ehrungen an. Für elf Jahre Mitgliedschaft bei den Bäschili-Glöckli wurden Malena Schwenk, Jonas Gehringer, Marius Süß und Michael Gehringer geehrt. Seit 22 Jahren ist Albert Bauer aktives Mitglied.

Der Musikverein unterhält das Publikum im vollbesetzten Gemeinschaftshaus mit Fasnetsliedern.
Der Musikverein unterhält das Publikum im vollbesetzten Gemeinschaftshaus mit Fasnetsliedern. | Bild: Malena Schwenk

Beate Fetscher und Renate Meilhammer moderierten in bewährter Weise das Programm und machten während des Abends eine Wandlung von der Raupe zum Schmetterling durch. Große Enttäuschung gab es beim Publikum am Ende des Abends, als beide ankündigten, nach zehn Jahren die Moderation in andere Hände abzugeben. Mit viel Beifall wurden beide verabschiedet.

Miriam Gehringer klagte in einer Büttenrede ihr Leid als Fan eines „Vereins frustrierter Ballfans“ aus Stuttgart. Aufgelockert wurde die Stimmung von einem Tanz der Kindertrachtengruppe. Die Freiwillige Feuerwehr brachte mit „Büschels Weinstube“ das Publikum mit leichten, schweren und staubtrockenen Weinen zum Lachen.

Die Fußballer führten dem begeisterten Publikum vor, wie sie nach dem Fußballspiel den Chippendales Konkurrenz machen. Was sich im Kino nicht nur auf der Leinwand, sondern im Publikum abspielt, zeigte die Landjugend.

Der „Aulfinger Schmetterling“ Beate Fetscher (links) und der „Pfohrener Schmetterling“ Renate Meilhammer (rechts) moderierten den Programmabend zehn Jahre lang.
Der „Aulfinger Schmetterling“ Beate Fetscher (links) und der „Pfohrener Schmetterling“ Renate Meilhammer (rechts) moderierten den Programmabend zehn Jahre lang. | Bild: Malena Schwenk

Mit einer „Schnitzelbank“ erzählten die Bäschili-Glöckli, welche kuriosen und unterhaltsamen Begebenheiten sich das Jahr über in Hondingen abspielen. Nach der Fasnetsmusik des Musikvereins verzauberten die Landfrauen das Publikum mit überraschenden Zaubertricks von sich selbst entzündenden Kerzen bis hin zur schwebenden Jungfrau Melanie Martin, die der Zauberin Barbara Reichle am Ende dann doch zu einer großen Last wurde.

Die Frauen des Musikvereins zeigten ihr tänzerisches Können mit „Waka Waka“. Zum Schluss ließen Melanie und Ralf Martin beim „Thermalbadbesuch“ offen, ob es sich hier um einen Sketch oder um wahre Szenen aus der Ehe handelte.

Die begeisterten Zuschauer lobten das durchweg gelungene und auf hohem Niveau unterhaltsame Programm.