Mit Kunst in der Steinzeit beschäftigen sich derzeit drei Kinder der Hector-Akademie des Schwarzwald-Baar-Kreises im Rahmen eines Kurses an der Blumberger Eichberg-Schule.

Unter der Leitung der Lehrerin Michaela Ruhnke widmen sich zwei Schüler aus Donaueschingen und eine Schülerin aus VS-Marbach an sieben Nachmittags-Terminen intensiv dem Thema Höhlenmalerei. Dabei durften die wissbegierigen Drittklässler zunächst entdecken, auf welchen Untergründen und mit welchen Materialien in der Steinzeit künstlerisch gearbeitet wurde, und was typische Motive waren, die sich an den Höhlenwänden fanden. Um ein Gespür für die Gestaltung der damaligen Zeit zu bekommen, zeichneten sie selbst mit Zeichenkohle und stellten aus selbst mitgebrachter Erde und Sand Erdfarben her, mit denen dann die ersten Gemälde entstanden. Dabei wurde mit allen Sinnen gearbeitet, da sich beide Materialien auch sehr gut für haptische Effekte eignen.

Der Untertitel des Kurses lautete "Wir malen an die Klassenzimmerwand". Um einen Untergrund möglichst ähnlich einer Höhlenwand zu erhalten, experimentierten die Schüler mit Packpapier, und brachten es durch bewusste Falten und Knitter, aufgeklebten Sand und Seidenpapier in die gewünschte Form. Am Donnerstag fand die sechste und vorletzte Kurseinheit statt, und die Kinder konnten es kaum erwarten, ihre Wand nun endlich bemalen zu können. Sie ließen ihrer Fantasie freien Lauf und zeichneten zunächst mit Kohle die Umrisse von Pfeil und Bogen, Höhlenmenschen und Tieren sowie weiteren typischen Gegenständen der Steinzeit, die sie anschließend mit erdigen Pigmentfarben ausmalten. Wenn das Gemälde am letzten Termin übernächste Woche fertiggestellt wird, können es alle interessierten Schüler im Flur der Eichberg-Grundschule bestaunen.

Die Hector-Akademie fördert besonders begabte Grundschüler der zweiten bis vierten Klassen durch zusätzliche Kursangebote aus verschiedenen Wissensgebieten.