Im Schnelldurchgang beriet der Gemeinderat den Haushaltsentwurf für 2020. Nur wenige Tage hatten die Stadträtinnen und Stadträte Zeit, sich mit dem fast 600 Seiten dicken Entwurf zu befassen, wenngleich sie die Eckdaten schon Anfang November erhalten hatten. Viel zu wenig, um darüber in Ruhe in der Fraktion beraten zu können. Und viel zu wenig, um in Ruhe zu überlegen, was für die Bürgerinnen und Bürger am wichtigsten ist, wo man vielleicht doch etwas einsparen könnte und für welchen Bereich vielleicht mehr Mittel nötig wären, zum Wohl der Bürger. 

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Dabei hatte der Gemeinderat vor gar nicht allzu langer Zeit einmal beschlossen, dass zwischen der Haushaltseinbringung und dem Beginn der Beratungen mindestens vier Wochen liegen müssen. Und diese vier Wochen waren es selbst vom Bekanntwerden der Eckdaten bis zur ersten Beratung nicht. Nun wurden an einem Abend in vier Stunden rund 350 Seiten durchgenommen, und Bürgermeister Markus Keller drückte so aufs Tempo, dass immer wieder Stadträte zurückblättern mussten und Fragen zu bereits besprochenen Kapiteln hatten. Der Gemeinderat verschenkt so ein Königsrecht.

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