Blumberg – Die Freude bei etlichen Blumberger Jugendlichen war groß, als beim Blumberger Jugendzentrum "Malibu" gestern die neue Halfpipe eröffnet wurde. Sie haben nun eine weitere Freiluft-Attraktion, die sie gerne nutzen wollen. Zum Einsatz kommen vorerst vor allem Stuntscooter, mit den Skateboards müssen die Jugendlichen noch üben.

Gut zum Üben sind die Betonklötze neben der Halfpipe am Blumberger Jugendhaus, wie dieses Bild zeigt. Dort waren gestern auch die ersten spektakulären Aktionen zu sehen.
Gut zum Üben sind die Betonklötze neben der Halfpipe am Blumberger Jugendhaus, wie dieses Bild zeigt. Dort waren gestern auch die ersten spektakulären Aktionen zu sehen. | Bild: Lutz, Bernhard

Ermöglicht haben das Ganze vor allem zwei von ihnen: Dustin Schneider und Tim Claus. Bürgermeister Markus Keller betonte daher, das Ganze sei ein Paradebeispiel von jungem politischem Engagement.

Video: Lutz, Bernhard

Auf dem Weihnachtsmarkt 2017 hätten ihn die beiden Jugendlichen darauf angesprochen, und dann die Anregung, sie könnten ja vielleicht Unterschriften sammeln, verwirklicht.

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Durch die Berichterstattung des SÜDKURIER auf Facebook sei Blumbergs früherer Jugendpfleger Daniel Stengele darauf aufmerksam geworden und durch ihn Kai Glaser von der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft.

Die Halfpipe wird gleich rege genutzt.
Die Halfpipe wird gleich rege genutzt. | Bild: Lutz, Bernhard

Bürgermeister Keller dankte dem Gemeinderat, der das Geld, 12 000 Euro, bereit gestellt habe, und er dankte den Sponsoren: Lore Sauter, die ihren Rücklauf aus der nicht verwirklichten Bürgerstiftung gespendet habe, sowie dem Schwarzwaldhof und der Sparkasse mit dem PS-Sparen.

Video: Lutz, Bernhard

Am Jugendhaus hätten sie ein neues Betonfundament gegossen, die Halfpipe wurde ausgebessert, sie sei aber noch nicht ganz fertig sondern solle noch angemalt werden. Wie und von wem, steht noch nicht fest. Keller könnte sich Künstler des Street-Art-Festivals vorstellen.

Mit ihren Stuntscootern nutzen die Jugendlichen gleich die gesamte Anlage.
Mit ihren Stuntscootern nutzen die Jugendlichen gleich die gesamte Anlage. | Bild: Lutz, Bernhard

Die Männer des Bauhofs schafften den Umzug in drei Tagen, sagte Heiko Müller vom Hochbauamt: einen Tag waren sie in Stuttgart zum Abbau und zwei Tage hier zum Aufbau und Ausrichten der Halfpipe.

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Die beiden Initiatoren erhalten Lob von allen Seiten

Dustin Schneider und Tim Claus erhielten für ihr Engagement viel Lob.

  • Dustin Schneider: "Mich hat es genervt, dass ich immer auf Skateparks in anderen Orten fahren musste", er nennt Hüfingen, Donaueschingen oder Winterthur.
  • Christian Schneider, Dustins Vater: Der Einsatz hat sich gelohnt. Sie haben den Bürgermeister selbst angesprochen, sie haben es gut gemacht."
  • Nicole Claus, Tims Mutter: "Ich finde es super, dass die Aktion öffentlich angenommen wurde und wieder eine neue Spielfläche entstanden ist."
  • Nina Claus: "Ich finde es cool, ich hätte nicht gedacht, dass die beiden es durchziehen."
  • Fabienne Schautzgy: "Ich finde es auch gut. Die Kinder kommen raus, statt drinnen zu sitzen."
  • Hannes Jettkandt: Der Stadtrat der Freien Liste war vorige Woche schon vor Ort. "Meinem Enkel hat es Spaß gemacht." Wenn die Pipe genutzt werde, sei es toll. Die kleinen Blöcke seien gut zum Üben.
  • Dieter Selig: Der CDU-Stadtrat betonte: "Ein günstiger Einkauf", die CDU sei ja stets für das sparsame Verwenden von Haushaltsmitteln.
  • Ursula Pfeiffer: Die SPD-Stadträtin freut sich ebenfalls. Schon die frühere Halfpipe beim jetzigen Wohnmobilstellplatz sei gut angenommen worden. (blu)