Mit den langohrigen Freunden bis aufs Siegerpodest: Die Nachwuchs-Züchterinnen und Enkelinnen des Riedöschinger Kaninchenzüchters Richard Längler nahmen kürzlich erfolgreich an der Bundes-Kaninchenschau in Karlsruhe teil.

Weltweit größte Schau von Rassekaninchen

Bei der weltweit größten Schau von Rassekaninchen, die bereits zum 34. Mal stattfand, wurden insgesamt 28 066 Kaninchen ausgestellt, davon 2632 Tiere im Bereich der Jugend, zu der alle Jungzüchter bis zum Erreichen der Volljährigkeit zählen.

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Angesichts dieser Konkurrenz sind die drei Mädchen zu recht mächtig stolz auf die Ergebnisse, die sie mit ihren jeweils vier ausgestellten Kaninchen erzielt haben: Die 14-jährige Sophia Kirschner hat mit ihren Weiß-Rexe Rotaugen den dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft erreicht und erhielt zudem einen ZDRK-Ehrenpreis (Zentralverband Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter). Ihre Schwester Carolina (10 Jahre) schaffte es mit ihren Weißen Wienern sogar ganz nach oben und durfte sich über den Titel der Deutschen Jugendmeisterin freuen. Auch ihre jüngste Schwester Amelie (8 Jahre) belegte mit ihren Weißen Neuseeländern einen sehr guten fünften Platz.

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Bis zu diesen Erfolgen war es jedoch ein langer Weg. Über ein Jahr dauert die Vorbereitung auf eine solche große Ausstellung. Neben einem guten Händchen für die Auswahl der richtigen Paarungspartner müssen die jungen Kaninchen, die als aussichtsreiche Kandidaten in Frage kommen, schließlich gut gefüttert und gepflegt werden sowie das richtige Stehen und Sitzen trainieren, damit einer erfolgreichen Teilnahme nichts im Wege steht.

Paarungspartner wichtig

In der Vorwoche der Ausstellung werden die Tiere dann eingesetzt, das heißt von den Züchtern an die Organisatoren und Ausrichter der Ausstellung übergeben. Bis zum Bewertungstag werden sie vor Ort versorgt, bevor sie schließlich von den kritischen Augen der Preisrichter nach den Kriterien Gewicht, Körperform, Typ und Bau, Fellhaar und Pflegezustand beurteilt werden, wobei pro Tier eine maximale Punktzahl von 100 Punkten erreichbar ist.

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Die Kaninchen sind das ganze Jahr über in den Ställen bei Opa Richard Längler. Die drei Enkelinnen sind regelmäßig zu Besuch und kümmern sich dann auch um ihre Tiere, helfen beim Misten, Füttern und der Pflege.

Richard Längler, der im kommenden Monat 70 wird, möchte künftig allerdings etwas kürzer treten, die Zahl seiner Kaninchen leicht reduzieren und sich statt solcher Großereignisse lieber auf kleinere Ausstellungen im Kreisverband konzentrieren, die eine nicht ganz so intensive Vorarbeit für ihn und seine Enkelinnen und zudem auch weniger Stress für die Tiere bedeuten.