Bürgermeister Markus Keller gab am Donnerstag im Gemeinderat bekannt, dass das Gremium nichtöffentlich beschlossen habe, den Dreschschuppen in Riedböhringen zu verkaufen.

Ortschaftsrat gegen einen Verkauf

Mit diesem Beschluss liegt der Gemeinderat auf einer anderen Linie wie der Riedböhringer Ortschaftsrat, sagte Ortsvorsteher Gerhard Fricker nach der Sitzung auf nachfrage des SÜDKURIER. Der Ortschaftsrat, so Fricker, habe empfohlen, den Dreschschuppen weiterhin den Vereinen zu lassen.

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Bis vor Ostern hatten auch rund ein Dutzend Jugendliche den Dreschschuppen nutzen können, wo sie sich mit etlichem Aufwand und auch familiärer Unterstützung einen Raum eingerichtet hatten. Als dies bekannt wurde, reagierte die Stadt und verhängte ein Verbot.

Städtisches Gebäude, nicht mehr genutzt

Bürgermeister Markus Keller hatte bei der Anfrage des SÜDKURIER dazu erklärt, dass der Gemeinderat beschlossen habe, mit dem Dreschschuppen in Riedböhringen genauso zu verfahren wie mit anderen städtischen Gebäuden, die nicht mehr genutzt würden, etwa mit dem Dreschschuppen oder dem alten Pfarrhaus in Kommingen: sprich diese Gebäude zu verkaufen.

Lange Außenlager für den Bauhof

Viele Jahre diente der Dreschschuppen Riedböhringen als Außenlager für den städtischen Bauhof. Mit dem Umzug von Bauhof und Wasserwerk in das Gewerbegebiet Vogelherd konnte der Bauhof das lager auflösen und alles im neuen Domizil konzentrieren.

Nach Informationen des SÜDKURIER gibt es für den Dreschschuppen am Ortsende schon zwei Interessenten.