Nach langer Krankheit aber doch überraschend verstarb in den frühen Morgenstunden des Pfingstsonntags Hedy Schöpperle, geborene Gleichauf. Die Vestorbene hatte echte Fützener Wurzeln, geboren im Jahre 1930 als Tochter des langjährigen Bürgermeisters Justin Gleichauf und Mutter Amalia, beides Fützener Urgesteine.

Elterliche Landwirtschaft

Mit zwei Schwestern wuchs sie wohlbehütet in der elterlichen Landwirtshaft auf. Das Elternhaus brannte im Jahre 1945 bei den damaligen letzten Kampfhandlungen um Fützen nieder. Im Jahre 1956 heiratete sie den Kaufmann Rudolf Schöpperle und betrieb mit ihm zusammen erfolgreich und allseits sehr geachtet, den Fützener Dorfladen.

Unterstützung im Geschäft durch die Kinder

Nach dem frühen Tod ihres Ehemannes im Jahre 1976 galt es, das Geschäft mit Hilfskräften, aber auch unterstützt durch ihre Kinder Elisabeth, Klaus und Hans-Peter, weiterzuführen, bis dies die angeschlagene Gesundheit nicht mehr zuließ. Doch war es ihr ein großes Anliegen, einen weiteren Betreiber für das Lebensmittelgeschäft im Ort zu finden, um die Nahversorgung der Bevölkerung möglichst lange aufrecht zu erhalten. Ihre Nachfolgrein Traudel Keller führte das Geschäft nachfolgend weitere neun Jahre.

50 Jahre im Kirchenchor

50 Jahre wirkte die begnadete Sängerin zur Ehre Gottes im Katholischen Kirchenchor, der heutigen Schola. Bei den Landfrauen war sie ein Mitglied der ersten Stunde, ebenso 25 Jahre Mitglied im Sozialverband VDK. Zu größeren Reisen fehlte leider oft die Zeit, doch an kleinen Ausflügen des Altenwerks und Wallfahrten nahm sie immer gerne teil.

Gerne auf Wallfahrten

Ihre größte Reise, an die sie sich ihr Leben lange gerne erinnerte, aber war der Besuch ihrer Tochter Elisabeth in Irland. Große Freude bereitete ihr stets die heranwachsende Enkeltochter Anna die bezeichnenderweise den Namen der Oma und einstigen Firmengründerin Anna Schöpperle trägt.

Beisetzung in Fützen

Neben ihren Kindern Klaus mit Ehefrau Ira, Hans-Peter und Elisabeth und der genannten Enkelin Anna trauern die Angehörigen, vor allem aber ihre ältere Schwester Resle (93), die dem Elternhaus in der Zubergasse immer noch tapfer die Treue hält. Die Beisetzung der beliebten Bürgerin ist am Freitag, 14. Juni, um 14.30 Uhr auf dem Friedhof von Fützen.