Geballte Frauenpower in Form von bunten Nana-Plastiken hält am kommenden Sonntag, 18. März, im Hondinger Pfarrhaus Einzug.

Wenn der Arbeitskreis "Hondinger Geschichte" um Werner Bogenschütz die Pforten des Pfarrhauses am Sonntagnachmittag wieder für die seit dem Dorfjubiläum bestehende, stets stark frequentierte Geschichtsausstellung öffnet, werden diesmal nicht nur die historisch interessierten Besucher voll auf ihre Kosten kommen, sondern dank der einmaligen Zusatzausstellung mit Nanas auch die Freunde von Kunst und Kunsthandwerk.

  • Nanas sind die populären weiblichen Figuren mit üppigen Formen und Rundungen, die farbig und lebensfroh hauptsächlich öffentliche Plätze in den großen Kunstmetropolen der Welt wie etwa Paris, Bilbao, Stockholm oder New York schmücken. In Zürich schwebt ein Nana-Engel im Hauptbahnhof über den Reisenden.
  • Ins Leben gerufen wurden die Nanas in den 1960er-Jahren durch die berühmte französische Pop-Art-Künstlerin Niki de Saint Phalle, die unter prekären Familienverhältnissen aufgewachsen war und mit der kreativen Gestaltung von Weiblichkeit für die Befreiung der Frau kämpfte.
  • Der Bad Dürrheimer Künstlerin Bärbel Stöhr-Polaczek haben es die üppigen bunten Skulpturen besonders angetan, da sie "große Lebensfreude, Fröhlichkeit und lebensbejahendes Selbstbewusstsein ausstrahlen und beim Betrachter jeden Alters ein Schmunzeln hervorrufen". Sie wollte sich daher näher mit den Nanas beschäftigen, diese jedoch nicht kopieren, sondern sich auf ihre eigene Art künstlerisch mit ihnen auseinandersetzen. Daher kreiert sie seit einem Kurs in Verfahrenstechnik im Herbst 2012 ihre eigenen starken Frauenfiguren, die allesamt ihre ganz persönliche Handschrift tragen.
  • Neben den fröhlichen Nanas von Bärbel Stöhr-Polaczek stellt die Hobby-Malerin Inge Koslowski zudem eine Auswahl ihrer Gemälde aus, die vom Anschaulichen bis zum Abstrakten reichen.
  • Beide Künstlerinnen sind während der Ausstellung anwesend, erklären das Herstellen der Figuren und stehen für Fragen und Informationen zu ihren Werken zur Verfügung, die auch käuflich erworben werden können. Wer sich selbst einmal in der Herstellung bunter Nanafiguren versuchen möchte, kann bei Bärbel Stöhr-Polaczek einen Kurs belegen.

Die Ausstellung öffnet am Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt.