Blumberg – Bei der Energieversorgung Südbaar (ESB) mit Sitz Blumberg herrscht Optimismus. Auch mit drei Gemeinden und einem Wirtschaftsunternehmen fährt das Unternehmen einen erfolgreichen Kurs. Um als kleiner Energieversorger bei zunehmend schwieriger werdender Marktlage weiter bestehen zu können, haben sich Hüfingen und Bräunlingen mit Blumberg und der Energiedienst Holding zu einer Stromunion zusammengetan. Seit 1. Januar 2016 wirtschaftet die frühere GmbH als GmbH & Co. KG. "Die Kundenbindung läuft sehr gut", hieß es am Dienstag, die ESB beginne, die Elektromobilität zu fördern, so sei in Blumberg, Hüfingen und Bräunlingen je eine Ladesäule geplant.

  • Nach einem Jahr der Findungsphase, um es so zu nennen, folgt nächsten Montag ein weiterer Schritt, der das Zusammenwachsen zeigt. In einem Pressegespräch am Dienstag bei der ESB in Blumberg erläuterten Geschäftsführer Thomas Fischinger, seine Assistentin Iris Zimmermann, und Bräunlingens Bürgermeister Jürgen Guse, Vorsitzender des Aufsichtsrats und der Gesellschafterversammlung, die Situation.
  • Eine der Geschäftsgrundlagen beim Vorbereiten der Stromunion war der Erhalt des Standorts der EV Baar in Hüfingen, sagte Bürgermeister Jürgen Guse, vor allem auch wegen der Kundennähe. Doch von Anfang an sei das Miteinander im Vordergrund gestanden und nicht Lokalpatriotismus, wie Guse es ausdrückte.
    Um Synergieeffekte zu erzielen und das Personal noch effektiver einsetzen zu können, werden nun die sechs Beschäftigten in Hüfingen, drei im kaufmännischen Bereich und drei von der Technik mit Leiter Bernhard Gail, ab kommender Woche in Blumberg arbeiten.
  • Gute Vorbereitung: Den Schritt habe man sorgfältig vorbereitet, machten der Geschäftsführer und Bürgermeister Guse deutlich. Die Beschäftigten in Hüfingen wurden zunächst gebeten, die direkten Kundenkontakte in Hüfingen zu notieren. Das Ergebnis: Am Standort Hüfingen, der mit seiner Randlage auch Anlaufstelle für Bräunlingen ist, gab es ungleich weniger persönliche Kundenkontakte als in Blumberg.
  • Vorteil: "Für mich war es wichtig, die Beschäftigten zusammenzuführen", sagte Geschäftsführer Thomas Fischinger. Es sei wichtig, alle Beschäftigten in der Zentrale in Blumberg zu haben. "Wir brauchen sie hier dringend". Es habe nicht nur Vorteile gehabt, die Beschäftigten in Hüfingen zu lassen. Ab 8. Mai sind die sechs Kolleginnen und Kollegen in Blumberg. "Wir haben extra die Räume verändert und angepasst", so der Geschäftsführer. So bekommt Bernhard Gail, Leiter der Hüfinger Technik, ein eigenes Büro.
  • Gebäude wird veräußert: Das Gebäude am Standort der EV Baar in Hüfingen soll veräußert werden, der Beschluss der drei Gesellschafter, der Städte Hüfingen und Bräunlingen sowie der Firma EGT, dem bisherigen Partner im Strombereich, sei einmütig gefallen, schildert Jürgen Guse. für das Gebäude gebe es bereits fünf Interessenten, Ziel sei, das Haus bis zum 1. Juli freizumachen.

Das Unternehmen

Das Unternehmen wurde 1986 als Energieversorgung Südbaar GmbH (ESB) gegründet, Gesellschafter waren zu je 50 Prozent die Stadt Blumberg und das damalige Kraftwerk Laufenburg, heute die Energiedienst Holding AG. Die ESB liefert Gas in Blumberg, Riedböhringen, Hüfingen und Döggingen und Strom zunächst in Blumberg und den Ortsteilen außer Achdorf, dort lieferte der Energiedienst. Zum 1. Januar 2016 wurde aus der GmbH die gleichnamige GmbH & Co. KG als Stromunion mit den Gesellschaftern Blumberg und Energiedienst sowie neu Hüfingen und Bräunlingen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Gesellschafterversammlung wird für zwei Jahre gewählt, bis Jahresende ist es Bräunlingens Bürgermeister Jürgen Guse. (blu)