Die Volkshochschule (VHS) Baar mit ihrer Hauptgeschäftsstelle Donaueschingen und den Außenstellen Blumberg, Bräunlingen und Hüfingen ist auf Kurs. Das Geschäftsjahr 2018 ist zwar noch nicht abgeschlossen, dennoch liegt die Zahl der in den beiden Semestern 2018 angebotenen Kurse mit 945 bereits jetzt um 9,4 Prozent über den beiden Vorjahressemestern 2017 mit 864 Kursen.

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Somit wurde auch gleichzeitig der Rekord aus dem Jahr 2016 gebrochen, dort wurden 885 Kurse veranstaltet. Waren es im letzten Jahr noch 9507 Unterrichtseinheiten, stiegen diese in 2018 auf 10942. In Teilnehmern am Unterrichtsangebot bedeutet dies, dass in den beiden Semestern 2018 über 6800 – und somit rund 500 mehr zum Vorjahresvergleich das Kursprogramm wahrnahmen.

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Umso beachtlicher ist dieser Wert, da man einen spürbaren Rückgang der Deutschkurse zu verzeichnen hat. „Zwar gingen die Deutschkurse mit Finanzierung aus Sonderprogrammen wie „Deutsch für Flüchtlinge“ oder „Einstieg Deutsch“ aufgrund der geringen Nachfrage im südlichen Schwarzwald-Baar-Kreis in 2018 wieder auf null zurück. Doch zusätzlich zu den Integrationskursen und den Deutschkursen aus dem offenen Programm wurden dieses Jahr von vielen Firmen Deutschkurse für deren Mitarbeitende angefragt“, so VHS-Leiter Jens Awe.

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Sehr zur Freude aller konnte im Sommer die ausgeschriebene Teilzeitstelle für die Außenstellenleitung in Blumberg wieder besetzt werden. Cindy Reichmann ist mit viel Engagement und neuen Ideen die Aufgabe angegangen. Auch die neue Datenschutzverordnung (EU-DSGVO) hat der VHS Baar einiges an Mehrbelastung, verschiedener Umstellungen und Anpassungen beschert. Glücklicherweise wird bei der VHS kein Datenschutzbeauftragter gebraucht. „Diese ganzen Umstände führten jedoch auch dazu, dass man fast an die Grenzen des Leistbaren in diesem Jahr gekommen ist“, so Jens Awe. Blumbergs Bürgermeister Markus Keller, der derzeit den Vorsitz hat, forderte auf alle Fälle, die Qualität der Angebote sowie das Serviceniveau unbedingt zu halten.

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Bis zum Jahr 2020 muss der Rezertifizierungsprozess abgeschlossen sein, in diesem Rahmen will man ein Projekt starten, indem speziell in Blumberg bei den Bürgern die Interessenslage an Volkshochschulen abgefragt werden soll. „Die Interessen in der Gesellschaft ändern sich, da macht es Sinn, bei den potenziellen Volkshochschulbesuchern abzufragen, welche Kurse sie sich denn vorstellen können, und dementsprechend das Kursangebot auszurichten“, so Keller.

Serviceniveau halten

Beim Blick auf das Budget konnten sich alle beruhigt zurücklehnen. Die für 2018 veranschlagten Einnahmen von 380 000 Euro werden bis zum Jahresende erreicht werden, auch der Etat für das Jahr 2019 konnte durchgewunken werden. Hier sind für das nächste Jahr 610 100 Euro veranschlagt, eine Steigerung von rund fünf Prozent zu 2018. „Bildung in der Breite ist nicht umsonst, und wenn sie qualitativ so angeboten wird wie im Städteviereck, dann ist das gut angelegtes Geld“, erklärte Bürgermeister Markus Keller.