Die Solidarität für den Verbleib des 21-jährigen Asylbewerbers Buba Jaiteh in Hondingen erreicht nun immer weitere Kreise in der Vereinswelt. „Mit dem TSC Blumberg unterstützt uns der erste nicht Fußballverein“ teilt Oliver Gilly vom Vorstand des SV Hondingen mit. Das obige Bild entstand beim Heimspieltag der Blumberger Handballer am Samstag in der Eichbergsporthalle.

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Unterdessen hat Oliver Gilly auch Antwort vom baden-württembergischen Staatsministeriums auf seine schriftliche Anfrage zu dem aus Gambia stammenden Buba Jaiteh. In dem Schreiben mit Datum vom 8. November äußert Elena Sugg Adolphs vom Staatsministerium, sie könne den Unmut in Hondingen, dass der Asylbewerber nun trotz der Integrationsleistung des SV Hondingen und des Arbeitgebers Wieländer + Schill in Tuningen abgeschoben werden soll, nachvollziehen.

Die spielerinnen der Damenmannschaft des FC Bräunlingen solidarisieren sich mit Buba Jaiteh. Bild: FC Bräunlingen
Die spielerinnen der Damenmannschaft des FC Bräunlingen solidarisieren sich mit Buba Jaiteh. Bild: FC Bräunlingen | Bild: privat

Und die Sachbearbeiterin äußert Verständnis, dass es für Oliver Gilly als Mensch und Freund unbegreiflich sei, weshalb Buba Jaiteh nach Italien abgeschoben werden soll.

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Zudem sie zeigt auch Verständnis darüber, dass der Hinweis auf die bestehende Rechtslage für Gilly „sehr unbefriedigend“ sei.

Ebenso die B-Jugend des FC Bräunlingen,
Ebenso die B-Jugend des FC Bräunlingen, | Bild: privat

Grundsätzlich gelte aber, dass ein Ausländer, der aus einem sicheren Drittstaat eingereist sei, sich nicht auf das deutsche Asylrecht berufen könne. Die Ausländerbehörden seien an die Entscheidung gebunden, das Land habe dabei keine eigene Prüfungs- und Entscheidungskompetenz, es bestehe auch kein Ermessensspielraum, daran ändere auch das unbefristete Beschäftigungsverhältnis von Buba Jaiteh nichts.

und die E-Jugend des FC Bräunlingen
und die E-Jugend des FC Bräunlingen | Bild: privat

Abschließend heißt es: „Unser Gemeinwesen lebt davon, dass sich sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch Behörden an Gesetze halten.“ Deshalb dürfe ein Rechtsstaat eine vollziehbare Ausreisepflicht genauso wenig ignorieren „wie er andere Verstöße gegen die Rechtsordnung dulden darf.“

Die Bemühungen des SV Hondingen, vieler weiterer Vereine sowie des Arbeitgebers Wieländer + Schill gehen weiter. Für die kommenden Woche habe sich das Sat1-Fernsehen bei Wieländer + Schill in Tuningen angesagt, teilt Oliver Gilly mit.