Sven Schuh, Rektor der Grund- und Werkrealschule Eichberg zählt sonst eher zu den ruhigeren Zeitgenossen. Am Montag aber strahlte er, wie man ihn selten erlebt. Er und Konrektorin Laila Siebel freuen sich über gleich vier neue Lehrkräfte. Damit sind alle freien Stellen an der Schule besetzt, das Kollegium mit nun insgesamt 25 Kolleginnen und Kollegen für die Grund- und die Werkrealschule ist nun komplett. Sven Schuh: "Wir sind glücklich."

Die Freude ist umso größer, weil nicht an allen Schulen die freien Stellen gleich wieder besetzt würden, machte Schuh deutlich. Zudem seien drei der vier Neuen aus der Region, Michael Langenfeld stammt sogar aus Blumberg.

"Wir sind für das nächste Jahr gut aufgestellt und können auch AGs anbieten", erklärte der Schulleiter im Gespräch mit dem SÜDKURIER. "Wir können beruhigt in das neue Schuljahr starten", betonte Konrektorin Laila Siebel. Mit rund 370 Schülerinnen und Schülern behält die Grund- und Werkrealschule ihren Schülerstand vom Vorjahr.

Die Grundschule hat nun zehn Klassen, die dritte und vierte Klassenstufe sind dreizügig, dazu kommt noch eine Vorbereitungsklasse für Kinder mit wenig Deutschkenntnissen.

Die Werkrealschule hat sieben Regelklassen und eine Vorbereitungsklasse, die neunte Klassenstufe ist zweizügig. Für die fünfte Klasse erhielt die Werkrealschule jetzt zur Freude des Schulleiters und der Konrektorin 16 Anmeldungen: "Damit können wir wieder eine eigenständige Klasse bilden", betont Schulleiter Sven Schuh. Grundsätzlich habe die Werkrealschule jetzt wieder lauter eigenständige Klassen.

Hauptschulabschluss möglich

Eines betonen Schuh und Siebel: An der Werkrealschule sei es nach wie vor selbstverständlich möglich, nach der neunten Klasse den Hauptschulabschluss zu machen sowie nach der zehnten Klasse die Mittlere Reife.

Ein Erfolg sei die Ganztagsschule im Grundschulbereich mit der Ferienbetreuung, die auch am Montag rege genutzt wurde. Seit vorigem Schuljahr gibt es auch eine Schulkindbetreuung für den Sekundarbereich, sprich die Werkrealschule und Realschule, die von den Schulsozialarbeiterinnen Heike Schempp und Martina Braunagel geleitet werde. Dieser Ganztagsbereich werde in ein bis zwei Jahren zusätzlich interessant, "weil da starke Grundschuljahrgänge in den Sekundarbereich kommen."

Dankbar sind Sven Schuh und Laila Siebel über die gute technische Ausstattung der Schule durch die Stadt als Schulträger. Seit Anfang des Jahres haben sie 15 neue Computer mit Touch Screen-Funktion.

Die vier neuen Lehrkräfte freuen sich auf das Unterrichten in Blumberg

Die Grund- und Werkrealschule Eichberg hat vier neue Lehrkräfte.

  • Simone Geng stammt aus Stühlingen und wohnt dort. An der Realschule Stühlngen abslovierte sie die Mittlere Reife, am Wirtschaftsgymnasium in Waldshut machte sie ihr Abitur. an der Pädagogischen Hochschule in Weingarten studierte sie für das Lehramt an Grundschulen, ihre Hauptfächer waren Mathematik und Biologie, ihre Nebenfächer Deutsch und Sport. Ihr Referendariat war an der Grundschule in Blaustein bei Ulm, ihrer Lehrerseminar war in Laupheim. Jetzt kam sie nach Blumberg. sie wollte wieder in die Heimatregion, hatte sich an zwölf Schulen beworben und für neun Schulen eine Zusage. Sie entschied sich für Blumberg. Das sei von Stühlingen aus schnell zu erreichen, sagt sie. Ihre Hobbys sind Tennis, das sie in Stühlingen im Verein spielt, und Volleyball.
  • Sara Grußeck stammt aus Ettenheim im Ortenaukreis, wohnt inzwischen in Freiburg. An der Heimschule St. Landolin in Ettenheim absolvierte sie zuerst die Mittlere Reife an der dortigen Realschule und danach das Abitur am Sozialpädagogischen Gymnasium. Während ihres Freiwilligen Sozialen Jahrs an der Sehbehindertenschule in Waldkirch hatte sie ihre ersten Schnupperversuche im Grundschulbereich und entschied sich für ein Grundschulstudium an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg. Ihre Hauptfächer waren Deutsch sowie Alltagskultur und Gesundheit, ein Fach, das viel mit Ernährung und textilem Handarbeiten zu tun habe, ihre Nebenfächer waren Sozialwissenschaften und Mathematik. Ihre Referendariat absolvierte sie an der Grundschule in Emmendingen mit dem Lehreseminar in Offenburg. Ihre Hobbys: Sie spielt F-Horn und macht gerne textile Handarbeiten.
  • Anna-Maria Keller stammt ursprünglich aus Riedöschingen und wuchs dann in Donaueschingen auf. Nach der Mittleren Reife an der dortigen Realschule und dem Abitur am Wirtschaftsgymnasium folgte das Lehramtsstudium in Freiburg mit den Hauptfächern Deutsch und Geographie und den Nebenfächern Mathematik sowie Kunst und Musik. Ihr Referendariat führte sie an die damalige Grund- und Werkrealschule Geisingen mit dem Seminar in Rottweil. An Blumberg reizte sie die Nähe zu Donaueschingen, und, dass sie früher schon die Grundschule Riedöschingen sowie die ersten Klassen der Realschule hier besucht hatte. Ihre Hobbys liegen im musikalischen Bereich, sie singt im katholischen Kirchenchor Donaueschingen und spielt im Akkordeonorchester Blumberg mit.
  • Michael Langenfeld stammt aus Blumberg, sein Vater Werner Langenfeld war Polizeibeamter in Donaueschingen, seine Mutter Inge Langenfeld war bis 2012 mehr als 20 Jahre Schulsekretärin der Scheffelschule, in dieser Zeit wurde die Scheffelschule um 1992 auch Hauptschule mit Werkrealschule. Nach dem Abitur am Fürstenberggymnasium Donaueschingen studierte er in Freiburg Lehramt mit Sport als Hauptfach sowie Deutsch und Informatik als Nebenfächer. Sein Referendariat absolvierte er an der Scheffelschule in Blumberg und an der Kardinal-Bea-Schule in Riedböhringen mit dem Seminar in Rottweil, zu den Schülern hat er heute noch Kontakt. Nach drei Jahren an der Gartenschule in Schwenningen kommt er jetzt wieder nach Blumberg, wo er verheiratet ist und seine Freunde sind. Seine Hobbys sind Sport, früher machte er Karate und spielte Fußball, seit vier Jahren macht er Wettkampfschwimmen beim SVB Hüfingen. (blu)