Die Sitzung des Gemeinderats am Donnerstag verfolgten auch zahlreiche Besucher aus dem Achdorfer Tal. Mit dem neuen Feuerwehr- und Gemeinschaftshaus stand das größte Vorhaben im Tal auf der Tagesordnung. Und die Nachrichten von Bürgermeister Markus Keller waren alles andere als erfreulich. Der dringend benötigte Neubau verzögert sich nämlich, weil die Zuschüsse nicht wie gewünscht fließen.

Für das Projekt mit rund 1,3 Millionen Euro stehen Mittel im Haushalt 2018, 365 000 Euro für das Feuerwehrhaus und 320 000 Euro für das Gemeinschaftshaus, so Stadtbaumeister Uwe Veit. Doch die Förderanträge für den Ausgleichsstock und auch für das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) seien beide nicht bewilligt, sagte Bürgermeister Markus Keller. Einzig die Fördermittel für die Feuerwehr (Z-Feu) mit 120 000 Euro seien zugesagt. Dieser Zuschuss sei aber an Stellplätze und Nebenflächen gebunden.

Sie hätten überlegt, das Vorhaben aufzuteilen, zuerst das Feuerwehrhaus und dann das Gemeinschaftshaus, aber das würde 20 bis 25 Prozent mehr Kosten bedeuten, mindestens 260 000 Euro, unter anderem, weil die Baustelle zwei Mal eingerichtet werden müsste. Das seien ihre Erkenntnisse nach einem Gespräch diese Woche mit dem Kreisbrandmeister.

Der Bürgermeister schlug dem Gemeinderat deshalb vor, ihn zu ermächtigen, falls doch noch ELR-Mittel fließen sollten, die nächsten Schritte einzuleiten, der Rat stimmte zu. Keller betonte, die Not bei der Feuerwehr und den Vereinen sei groß, zum Glück sei mit dem Eigentümer der alten Schule in Aselfingen eine temporäre Lösung gefunden worden.

Ortsvorsteher Hans-Peter Mess sagte, das Schulhaus sei 2016 verkauft worden, der Mietvertrag lief bis Ende 2017. Die Vereine müssten bis Frühjahr 2018 ausziehen, damit der Besitzer seine Vorhaben, für die er ebenfalls Fördermittel benötige, noch umsetzen könne.

Stadtrat Bodo Schreiber (Freie Liste) erfuhr, im schlimmsten Fall gingen der Stadt 600 000 Zuschüsse verloren. Dann müsse die Stadt das Vorhaben anders schultern.