Der Durchgangsverkehr auf der B 314 ist in Kommingen das größte Problem. Das wurde bei der gut besuchten Bürgerversammlung am Dienstagabend im Gemeinschaftshaus deutlich. Die Ortsumgehung bleibe aber weiter nur ein Wunsch, dämpfte Bürgermeister Markus Keller allzu hohe Erwartungen. Die Umfahrungen der B 27 von Randen und Zollhaus seien dagegen endlich auf dem zielführenden Weg, erklärte das Stadtoberhaupt.

  • Die Stadt Blumberg erhielt die Genehmigung für sechs stationäre Verkehrsmesstafeln für die Ortsteile. Der Bürgermeister geht davon aus, dass die Ortsvorsteher auf ihrer nächsten Sitzung unter anderem eine Tafel für Kommingen in Richtung Tengen genehmigen werden.
  • Rückblick: Zu Versammlungsbeginn blickte Ortsvorsteher Norbert Baumann auf zwei Jahre Dorfgeschehen zurück. Ende 2017 hatte Kommingen 265 Einwohner, das sind zehn weniger als ein Jahr zuvor. Es gab fünf Eheschließungen und drei Geburten.
  • Im Rahmen des Bumberg Projekts "Zehn auf einen Streich" gab es 2016 aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum für drei Projekte im Dorf Zuschüsse, unter anderem für den gelungenen Umbau des ehemaligen Rathauses.
  • Auf dem Ortsfriedhof hat sich einiges getan: Die baufällige Mauer wurde abgerissen, das Tor wurde neu gestrichen. 2017 kamen Urnengräber hinzu. Das vergangene Jahr stand ganz im Zeichen des Dorfjubiläums. Die Küche im Gemeinschaftshaus wurde extra dafür mit zwei neuen Kühlschränken und einer Kaffeemaschine ausgestattet, erläuterte Baumann.
  • Dorfjubiläum: Für die Feier anlässlich der ersten urkundlichen Erwähnung vor 700 Jahren sei das Gemeinschaftshaus fast zu klein gewesen. Besondere Lobesworte erhielten nochmals Matthias Lohberger und Harald Sauter für ihren Rückblick auf 100 Jahre Komminger Geschichte in Wort und Bild.
  • Seit 2017 sorgt die neue drehbare Radaranlage in der Ortsdurchfahrt für Verkehrberuhigung. Die sanierte Kreisstraße nach Nordhalden wurde dem Verkehr übergeben. Momentan verfügt Kommingen nur noch über einen Bauplatz. Für das laufende Jahr sind die Anschaffung von neuen Funkmikrofonen für das Gemeinschaftshaus und Sitzkissen für die Friedhofskapelle vorgesehen, sagte Baumann.
  • Im September oder Oktober will der Ortsvorsteher zu einer öffentlichen Versammlung zum Thema neue Ortschaftsräte für 2019 einladen. Der Rubisweg soll wegen des Ausbaus der Straße Hochgärten mit einer Kiesgrundlage gedeckt werden. Um die Planung vorzustellen, ist eine Bürgerversammlung geplant, sagte Bürgermeister Keller. Da 95 Prozent der Kosten als Beiträge auf die Anwohner umgelegt werden müssen, versucht die Stadt möglichst günstige Ausschreibungspreise zu bekommen.
  • Breitbandausbau: Wenn sich mindestens 50 Prozent der Haushalte beteiligen, soll auch Kommingen Glasfaser für ein schnelles Internet erhalten. 2018 wird es auch einen neuen Spielplatz im Dorf geben.
  • Verabschiedung: Zum Abschluss der Versammlung verabschiedeten Bürgermeister Keller und Ortsvorsteher Baumann offiziell den langjährigen Wegewart Eduard Grüninger. Dieser war von 2003 bis 2017 unermüdlich im Einsatz.