Blumberg – Vor dem Blumberger Jugendhaus "Malibu" standen am Dienstag ein Container und ein paar vergammelte Sessel. Es tut sich etwas im Gewann Dämmlewiesen. Auch im Inneren sieht es nach Arbeit aus. Die Rigipswand vor der Bühne ist eingerissen, die Reste liegen auf dem Boden wie ein Zeichen, weiterzumachen. Fünf junge Menschen helfen Street-Worker Matthias Weiß, später sollen noch mehr komomen, ein sichtbarer Anfang.

  • Die ersten drei Monate hat Streetworker Matthias Weiß in Blumberg bereits mit Schwung hinter sich. Im Moment liegt seine Abeitsaufteilung mit circa 40 auf der Straße, wo er Kontakte zu Jugendlichen knüpft. Rund 60 Prozent verwendet er auf die Organisation der neuen Strukturen, die ihm dann den Freiraum schaffen sollen, sich überwiegend auf die Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu konzentrieren.
  • Ein sichtbares Zeichen der Neuorganisation wurde am Dienstagnachmittag beim Jugendhaus Malibu sichtbar: Mehrere Jugendliche und auch junge Erwachsene halfen dem Streetworker beim Entrümpeln. Viele alte Möbel, Schränke oder der alte Billardtisch seien nicht mehr gebrauchsfähig und würden nur unnötig Platz und Räume versperren. Ein Blick in das Innere bestätigt dies, es fehlt an Platz, damit die Räume wieder atmen können.
  • Insbesondere im großen Hauptraum will Streetworker Mathias Weiß, der das Jugendhaus nach wie vor nutzen kann, ein neues Angebot entwickeln. Die Konzeption für das neue Angebot im Jugendhaus erarbeite er noch, sie werde demnächst fertig werden. So möchte ich Räume schaffen für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 13 bis 27 Jahren, was seinem Arbeitskonzept bei der Stadt Blumberg entspricht.
  • Was motiviert die jungen Menschen, beim Entrümpeln des Jugendhauses mitzumachen?
  • Vitali Gottfried (20), der sich gerade selbstständig macht und Autos verkauft, findet es gut, dass in das Jugendhaus wieder Leben einkehren soll. Er beteiligt sich bei der Planung und gibt dem Street-Worker Ideen.
  • Nico Krabbes (15) war früher schon im Jugendhaus, auch bei Angeboten mit Übernachtungen, auch er hilft gerne mit.
  • Auch Jonas Schuster (15) ist motiviert, er ist gespannt, wie das Jugendhaus aussieht, wenn es neu gerichtet und eingerichtet ist.