Riedöschingen – Der Kampf gegen die elf Windkraftanlagen auf der Länge bei Fürstenberg und dem Ettenberg bei Blumberg-Riedöschingen soll intensiviert werden.

Im "Riedöschinger Längehaus" gründeten anfangs 17 und später 18 Frauen und Männer aus zahlreichen Ortschaften rund um die Länge den Verein "Arten- und Landschaftsschutz Länge-Ettenberg". Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden.

Der Vereinszweck

  • Zweck des Vereins ist "die Förderung des Naturschutzes im Sinne der Naturschutzgesetze und des Umweltschutzes." Insbesondere will der Verein "die herausragende Natur- und Kulturlandschaft der Länge und des Ettenbergs in ihrer Eigenart und Schönheit" erhalten,den Artenschutz der dort heimischen Flora und Fauna zu fördern, die besondere Bedeutung des Vogelschutzes im dort verlaufenden Flugkorridor aufzeigen und bewahren sowie den Erholungswert der Landschaft bewahren.

Alle rechtlichen Mittel ergreifen

  • Dazu soll der Verein "alle rechtlich zulässigen Maßnahmen zur Erhaltung dieses Gebietes" ergreifen. Deshalb wollen die Mitglieder Spenden sammeln für eine Klage gegen die immissionsschutzrechtlichen Genehmigungen für elf Windkraftanlagen auf der Länge.

Niko Reith Wahlleiter

  • Zum Wahlleiter wurde der Donaueschinger Stadtrat Niko Reith bestimmt, der als Mandatsträger selbst kein Mitglied des Vereins wird, wie er betonte, zur Protokollführerin wurde Ulrike Fischer aus Fürstenberg gewählt. Unter Niko Reith wurde zunächst die vorbereitete, und mit dem Finanzamt bereits abgestimmte Satzung erörtert und beschlossen, dann folgten die Wahlen.

Angelika Sitte Gründungsvorsitzende

  • Zur Gründungsvorsitzenden wurde Angelika Sitte aus Hondingen gewählt, zweite Vorsitzende wurde Luzia Bausch aus Hondingen, Schriftführerin wurde Ulrike Fischer aus Fürstenberg und Kassierer Christian Straub aus Riedöschingen.

Alle vier Anrainer-Kommunen vertreten:

  • Im Vorstand sind mit Blumberg, Hüfingen, Donaueschingen und Geisingen alle vier Anrainer-Kommunen rund um die Länge vertreten. Bei den sieben Beisitzern wurde darauf geachtet, dass alle Ortschaften, die bei der Gründung vertreten waren, auch im Vorstand vertreten sind.

Verein bisher Regio-Gruppe in großer BI

  • Die Gründungsmitglieder waren bisher als Regio-Gruppe eine Abteilung in der "Bürgerinitiative zum Schutz des Hochschwarzwalds", nun wollen sie eigenständig agieren.

Widerstand noch nicht zu spät

  • Trotz der bereits erfolgten Rodung für die sieben Windräder, die die Firma Solarcomplex aus Singen erstellen will, sehen die Vereinsmitglieder noch gute Möglichkeiten, sich gegen die geplanten Anlagen zu wehren. "Das Thema ist noch lange nicht erledigt", lautete der gemeinsame Tenor.

Für die Vereinsgründung nennt der Verein drei Gründe:

  • Mit dem Verein könne der Vereinszweck, die Länge in ihrem Ursprung zu erhalten, zielorientiert umgesetzt werden.
  • Persönliche Identifizierung möglich: Die von der "Windkraft-Industrialisierung" der Länge und des Ettenbergs direkt betroffene Bevölkerung werde sich mit einem lokalen Verein und einem persönlich bekannten Vorstand eher identifizieren und diesen unterstützen als bei einer überregionalen Organisation.

Möglichst schnell Spenden sammeln für Klage

  • Und drittens will der Verein möglichst schnell Spenden für die Klage gegen die immissionsrechtlichen Windkraftanlagen sammeln.

Homepage aktualisiert

  • Der neue Verein hat auch seine Homepage mit einem Roten Milan als Logo aktualisiert: https://www.alle-ev.de