Bürgermeister Markus Keller berichtet im Gemeinderat über den Breitbandausbau. Nach der Kernstadt sind nun die Ortsteile an der Reihe. Wesentlich besseres Ergebnis bei Submission als geplant.

Blumberg – Der Breitbandausbau in Blumberg und den Ortsteilen erfolgt konsequent. Das wurde aus dem Zwischenbericht von Bürgermeister Markus Keller am Donnerstag deutlich, als es um die Vergabe des Zweckverbands Breitbandversorgung für den Ausbaubereich Blumberg Süd 1 und Nord 1 ging. Die Ausführung sollen für 1,85 Millionen Euro an das Unternehmen KTS in Heilbronn gehen, das schon den ersten Abschnitt in der Kernstadt ausgeführt hatte, die begleitenden Maßnahmen sollen für 44 290 Euro ebenfalls an KTS gehen. Der Anteil der Stadt bei den 1,85 Millionen Euro liege jetzt bei 986 638 Euro, berichtete Stadtbaumeister Uwe Veit, das sei ein sehr erfreuliches Ergebnis, ursprünglich sei der städtische Anteil auf 1,65 Millionen Euro kalkuliert worden.

  • Das Ausbaugebiet Blumberg Süd 1 umfasst die Scheffelstraße, Buchbergstraße, Im Winkel, Ostpreußenweg, Pommernweg, Feldbergweg,Hauptstraße ab Einmündung Friedhofstraße, Städtle und Am Herrengarten.
  • Der Ausbaubereich Blumberg Nord 1umfasst Holunderweg, Distelweg, Kornblumenweg, Achdorfer Straße ab Einmündung Vogtgasse Richtung Steigäcker, Steigäcker bis Höhe Haus Nr. 15 inkl. der Bauplätze gegenüber,Dobelweg, Ob dem Baumgarten, Erzgruben, Sandäcker, Scheibenrain, Hölderlinweg, Eichendorffstraße und Hebelweg
  • Vorne dabei: Blumberg ist beim Breitbandausbau im Schwarzwald-Baar-Kreis vorne mit dabei. Bisher wurden 31 549 Meter Rohrgraben hergestellt, 32 424 Meter Stammverband verlegt, 210 262 Meter Glasfaserkabel eingebracht und 13 738 Spleißverbindungen hergestellt, berichtete Bürgermeister Keller anhand des Zahlenmaterials des Büros SBK Ingenieure in Ingersheim bei Bietigheim, das die Planung und Bauüberwachung für den Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald leiste.
  • Zahlen: Stolz fügte Keller hinzu: „Als wir das Projekt gestartet haben, wollten in der Kernstadt 613 Hauseigentümer einen Glasfaseranschluss in das Gebäude. Während der Bauphase kamen weitere 115 Häuser dazu, so dass jetzt insgesamt 728 Häuser einen Glasfaseranschluss erhalten. Mit den Ortsteilen sind es inzwischen 914 Grundstückseigentümer, die einen Anschuss wollen, davon haben Stand heute bereits 756 das Glasfaser im eigenen Haus.“
  • Breitbandbeauftragter: Bezahlt gemacht habe sich, so Keller, dass Blumberg einen Breitbandbeauftragten habe. Er kenne keine Stadt vergleichbarer Größe mit einem Breitbandbeauftragten. Ein weiteres Lob für Bernd Kühl, der mit seiner Beharrlichkeit und seiner Personenkenntnis oft Türen für den Glasfaserausbau geöffnet hat.
  • Rolf Strittmatter vom Büro SBK Ingenieure in Ingersheim bei Bietigheim, ist von der Entwicklung in Blumberg beeindruckt. Am bemerkenswertesten findet er, dass der ursprünglich anvisierte Kostenrahmen von 5,9 Millionen Euro eingehalten wurde, und das sogar, obwohl noch 115 Häuser mehr als ursprünglich vorgesehen angeschlossen wurden.
  • Nach der Kernstadt sind nun verstärkt die Ortsteile an der Reihe. Im September erfolgte der Spatenstich in Randen, demnächst soll dort bereits die Inbetriebnahme erfolgen, sagte Bürgermeister Keller.
  • Eröffnungsbilanz beschlossen: Die Breitbandversorgung ist seit 1. Januar 2016 ein Eigenbetrieb der Stadt. Einstimmig beschloss der Gemeinderat die Eröffnungsbilanz mit einem Anlagevermögen von insgesamt 1 481 969,55 Euro, 50 000 Euro Stammkapital und 121 720 Euro Rücklagen.
  • Geschäftsbilanz: Einstimmig beschlossen wurde auch die Bilanz für das erste Jahr 2016, die die stellvertretende Kämmererin Jennifer Kohn kurz erläuterte. Bei einer Bilanzsumme von 2 450 696 Euro sind 479 400 Euro für Investitionszuschüsse zum Anlagenvermögen.